Donnerstag, 26. Januar 2012

Wenger EvoGrip 18

Wenger. Es scheint als würde aus dem kleinen Bruder von Victorinox langsam aber sicher eine meiner Lieblingsmarken werden. Grund dafür sind die innovativen Ideen, mit denen sich Wenger positiv von Victorinox, aber auch von der restlichen Konkurrenz abhebt.

Heute stelle ich hier das Wenger EvoGrip 18 vor. Ein "klassisches" Schweizer Messer, mit etwas anderen Griffschalen. Gleich vorweg: Die Griffschalen sind eines der Details, die das Messer empfehlenswert machen. Zwar mag das gelbe Plastik nicht jedem gefallen, doch die "ergonomisch" geformten Griffschalen mit der stabilen und rutschsicheren Gummiauflage lassen das Messer gut in der Hand liegen, und vermitteln ein sehr sicheres Griffgefühl.

Das Messer ist geschlossen 8,5cm lang, und wiegt 90g. Damit ist es sowohl was die Größe, als auch was das Gewicht angeht ein angenehmer Alltagsbegleiter. Die Klinge mit ihren 6,5cm Länge ist für Alltagsaufgaben gut geeignet, und kommt sehr scharf aus der Verpackung. Die Schnitthaltigkeit ist - wie bei allen Schweizer Messern - nur durchschnittlich, aber dafür ist das Messer einfach nachzuschärfen.

Neben der Klinge sind an Bord:

- Eine gute, scharfe Holzsäge
- Eine Schere mit partiellem Wellenschliff - das unterscheidet sie von den Victorinox Scheren, und verbessert die Schnitthaltigkeit
- ein Dosenöffner. Auch hier unterscheidet sich Wenger von Victorinox, das Design funktioniert aber ebenso gut wie das der Konkurrenz.
- ein Flaschenöffner mit Schlitzschraubendreher und Kabelbieger.
- ein Nagelreiniger mit -feile
- eine Ahle
- ein Kreuzschraubendreher
sowie Pinzette und Zahnstocher. Schade dass Wenger nicht - wie Victorinox - auch eine versteckte Nadel verbaut. Doch auch ohne die Nadel ist die Werkzeugauswahl gut durchdacht, und für den Alltag ebenso geeignet wie für den Campingtrip.

Alle Werkzeuge sind gut designt und verarbeitet, nichts wackelt oder hat Spiel. Die Verarbeitungsqualität ist in Summe sehr hoch und überzeugt auf der ganzen Linie.

Wo viel Licht ist, da muss auch Schatten sein: Wenger lässt sich seine Innovationen gut bezahlen. So kostet das Wenger Evogrip 18 im Handel ca 40 Euro. Das Victorinox Huntsman (sehr ähnlich, aber mit kleiner Klinge statt der Nagelfeile und Korkenzieher statt Kreuzschraubendreher, Haken als Extratool) kostet die Hälfte. Selbst das Swiss Champ, mit all diesen und noch viel mehr Tools ist nicht teurer als das Wenger.










Schade, denn damit ist das Wenger nur ein Tipp für jene Benutzer, die den Mehrwert der besseren Griffschalen mit 20Euro bezahlen wollen. Alle anderen Käufer sind - was das Preis/Leistungsverhältnis angeht - mit einem Angebot von Victorinox wohl besser bedient.

Keine Kommentare: