Samstag, 6. März 2010

Spyderco Vagabond (English review under the German one)

Ein Fixed hat viele Vorteile gegenüber einem Folder: Es ist stabiler, leichter zu reinigen und weniger anfällig für Beschädigungen. Aber, man braucht eine Scheide und damit immer ein zweites Teil, und manch einen stört das Messer am Gürtel.

Diese "Probleme" versuchte Spyderco mit dem Modell Vagabond recht innovativ zu lösen. An Stelle einer Scheide wurde ein ausklappbarer Klingenschutz in den Griff des Messers integriert, so dass er unverlierbar mit dem Messer verbunden ist aber beim Schneiden dennoch nicht stört.

Das Vagabond erinnert in der Form an ein Office- oder Schälmesser. Damit ist auch der Hauptaufgabenbereich des Messers in der Intention der Designer klar, das Vagabond war als Steak- Picknick oder Campingmesser gedacht, das man schnell und sicher mal eben in den Rucksack oder Picknickkorb werfen kann ohne sich um einen Klingenschutz kümmern zu müssen. 

Allerdings macht sich das Messer auch als EDC sehr gut. Die Form erlaubt fast alle Alltagsaufgaben bequem ausführen zu können, vom Apfelschälen übers Blister und Pakete öffnen, Kartons zerkleinern und Schnitzen, das Vagabond liefert gute Ergebnisse. 

Beim Klingenstahl macht sich der einst sehr günstige Preis des Vagabon bemerkbar, hier wurde gespart. Der verwendete AUS 6 ist zwar durchaus gut brauchbar, mit VG10 oder CPM S30V in modernen Spyderco hält er aber nicht mit, die Schnitthaltigkeit ist durchschnitt. Dafür, und das mag für viele Anwender ein Vorteil sein, ist er sehr einfach schärfbar und nimmt eine gute Schärfe an.

Die Handlage ist sehr angenehm, wobei der Griff auch ein paar Zentimeter mehr Klinge (bzw: Mehr Klingenschutz) hätte beherbergen können. Das FRN ist griffig strukturiert und auch mit nassen Händen sicher zu greifen. 

Leider ist der Klingenschutz nicht ideal - beim Tragen in der Hosentasche könnte das Vagabond wenn der Klingenschutz sich am Stoff verhakt aufgehen, mit üblen Folgen. Im Rucksack oder der EDC Tasche ist das Risiko geringer. Klar, man kann Abhilfe schaffen, aber man sollte das beachten.

Fazit: Das Vagabond ist imho ein Super Messer. Leider war es ein Flop, mit dem Vorteil dass man es in der Bucht noch oft neu und spottbillig (um die 20 Euro) findet. Wenn man sich mit dem Konzept anfreunden kann erhält man ein sehr gutes Outdoor-Küchenmesser oder Fixed für die Zollstocktasche der Hose. 



English Review:

The Spyderco Vagabond is an interesting knife concept. The idea is to include a bladeguard on an Office- or Pettyknife to make it safe to carry in a bag or pocket. 

The blade is designed to do food preparation, but it turns out to be up to do all common EDC tasks. Opening clamshells or boxes is easy, peeling apples too and even cutting cardboard is no problem for the Vagabond. 

This discontinued knife can be found in online stores at a very low price. This is because the Vagabond was never that popular, maybe because of the steel Spyderco used. The AUS6 used on the Vagabond is a quite good steel for knives, but does not keep a good edge for long. Edge retention is the major problem with the AUS 6, but to be honest I really do think it is more a feature than a bug - the knife is very easy to sharpen! I prefer sharpening it a little more often but having a very sharp knife over having a knife that keeps an edge longer but is a PITA to resharpen. YMMV.

The bladeguard integrated in the handle is nice for bag or back bag carry, but if you want to carry it in your pants pockets be aware that it might open in your pocket due to friction and motion. Use a rubber ring or something similar to extra protect it - or carry it in a narrow pocket with no space to open it inside ;)

I recommend the Vagabond to outdoor enthusiasts who need a nice kitchen tool and to EDC guys who like to pocket carry a fixed blade. Just be aware of the minor problems and enjoy your Vagabond. 

For those who like the handle but do not like the knife: The (much more expensive) Spyderco Aqua Salt is very close but offers a larger blade, H-1 steel and a sheath.

Dienstag, 2. März 2010

LaCie Itsakey


Datenspeicher sind für Viele von uns unverzichtbar geworden. Ohne USB Stick oder Speicherkarte geht es oft kaum mehr. Allerdings sind die Wenigsten USB Speicher wirklich praktisch, zumindest meiner Erfahrung nach. 
USB Sticks mit Schutzkappe hasse ich. Die Kappe verliert man sowieso immer, die Dinger sind meist zu groß und klobig und bieten daher nur 2 Optionen: Am Schlüssel wo sie nerven oder solo in der Tasche wo man sie verliert. 


Alternativ gibt es Sticks mit Schiebemechanismus, einen solchen trage ich seit gut 3 Jahren EDC ohne echte Mängel. OK, er ist immer noch recht klobig, aber im erträglichen Rahmen. Die 2 GB sind mir aber nun zu wenig, also musste was neues her. 


Einen 2 GB "Stick" in Kreditkartenform trage ich in der Geldbörse, praktisch, aber nicht ausreichend. Dazu gibts wohl bald ein Review. Heute aber geht es um meinen bisherigen Lieblingsspeicher: Den Itsakey von LaCie. 


Speicherriese LaCie hat sich mit hochwertigen Festplattengehäusen und USB Speichern einen Namen gemacht. Das Design steht dabei im Vordergrund bei allen Produktlinien. 
Bei den USB Speichern bietet LaCie im Groben 2 Reihen an: Schlüssel und Münzen. Die "Münzen" nennen sich CurrenKey, bieten 4,8, oder 16 GB Speicher und sehen aus wie dicke Münzen mit Slider für den USB Anschluss. Sie passen daher in jede Geldbörse oder in die kleinste Tasche. 


Die Schlüssel nennen sich, je nach Form, Iamakey oder eben Itsakey, sehen - logischerweise - aus wie Schlüssel und passen daher ideal an den Schlüsselbund. Ja, es gibt wesentlich kleinere Sticks, aber dank stabiler Vollmetallbauweise ohne jeden beweglichen oder verlierbaren Teil bei niedrigem Gewicht und sicherer Befestigung am Schlüsselring punkten die LaCie bei mir im Alltag voll. Nicht so klein dass man sie verlieren könnte, dabei aber leicht und sicher, so will ich meine USB Speicher. Dazu ist der Stick sehr schnell, und in 4, 8, 16 und 32 GB zu haben. Mit rund 30 Euro für mein 8GB Modell nicht billig, aber imho den Preis wert. 
Von existenten, billigeren, Nachbauten wurde ich hingegen enttäuscht. Langsam, weniger stabil und oft nicht einmal der angegebene Speicher, Hände weg von Nachbauten!