Sonntag, 22. November 2009

Kershaw Junkyard Dog



Heute besprech ich mal ein Messer einer Firma die ich bisher hier sträflich vernachlässigt habe. Kershaw ist einer der führenden Hersteller in den USA, und vereint die Marken Kershaw, Zero Tolerance und Kai. Die Produktpalette reicht vom Kochmesser bis zum Multitool und umfasst einige recht originelle Novitäten.

Das Junkyard Dog ist einer der EDC Folder im Kershaw Sortiment. Eine ca 7,5cm lange Klinge aus rostfreiem Sandvik Stahl kombiniert mit einem Alugriff der optische Anleihen an US Kampfflugzeugen nimmt. So sind stilisierte Nieten, das USAF Logo und eine Tankklappe erkennbar. Nett, witzig und haptisch angenehm.
Das Messer öffnet einhändig mittels Flipper, ein Druck mit dem Zeigefinger auf den Flipper lässt mit etwas Übung die Klinge aus dem Heft schnellen. Ganz ohne Federunterstützung, trotzdem schnell und einfach. Die Klinge verreigelt mittels Framelock sicher, allerdings hakt der Lock (wie viele andere Framelocks auch) am Anfang etwas.



Im Alltag erweist sich das Messer als sehr praktisch. Alle gängigen EDC Aufgaben, vom Apfel bis zum karton löst das Messer mit Bravour, und ohne großen Kraftaufwand. Der Stahl ist schnitthaltig und gut schärfbar.

Fazit: Kershaws Junkyard Dog ist mit scharfer Klinge und netter Optik ein sehr empfehlenswertes EDC. Zwar wäre mir ein Zentimeter mehr Griff und Klinge lieber, das ist allerdings in Form des Junkyard Dog 2 (dann mit G10 Griff) zu haben. Das Messer ist

Freitag, 13. November 2009

Shoptipp

Ok, es hat nicht wirklich was mit EDC zu tun, ist erzähle es Euch trotzdem: Wenn jemand einen guten Shop für Billardsport, Darts oder Poker sucht, dann tut er gut daran bei INDOORGAMES rein zu schauen. Auswahl und Preise stimmen absolut, eine echte Bereicherung des deutschsprachigen Händlerangebotes!

Montag, 9. November 2009

Swiss+Tech Mini Tool


Wenn man, so wie ich, ohnehin immer zumindest ein Messer am Mann hat, dann ist die Klinge am Multiool sekundär. Und leider darf man ja auch nicht überall ein Taschenmesser tragen. Da ist es nett dass der Markt vereinzelt Tools kennt, die ohne Klinge auskommen, und auf das Wesentliche reduziert sind.

Das Wesentliche, das sind imho 2 Funktionen: Zange und Schrauber. Klinge, Schere, Dosenöffner und Co hat jedes gute SAK, aber Zange und guter Kreuzschlitzschraubendreher sind bei den schlanken, EDC (und Anzug!) freundlichen SAK bauartbedingt nicht zu finden. Das Cybertool zB hat eine sehr gute Zange und Bithalter, aber ist fett. Will man nun was für den leichten EDC Alltag oder eben den Anzug, dann passt ein kleines Messer wie das Victorinox Cadet besser - und Zange und Schrauber ergänzt das hier vorgestellte Tool.

Das Swiss+Tech Tool ist ein multinationales Werkzeug. Es heisst Swiss, ist designed in den USA und kommt aus China. Es ist nicht mehr und nicht weniger als eine kleine Zange mit Mini-Drahtschneider und 2 Schrauber, 1x Schlitz und 1x Kreuzschlitz. Die beiden Schrauber fixieren den Zangenkopf im geschlossenen Zustand absolut sicher, wodurch man das Tool mittels der Zange an den Schlüssel oder die Ausrüstung hängen kann. Die Zange ist sehr klein, aber massiver als die man Leatherman Squirt oder Gerber Vise. Zudem öffnet sie weit und wirkt recht stabil. Auch die Schrauber enttäuschen nicht, sie sind zwar größenbedingt unbequem aber funtionieren gut und wirken stabil. In Summe ist das Swiss+Tech Tool eine gute und preiswerte Ergänzung zum SAK und mangels Klinge ideal für Flugreisen und Co.

Sonntag, 8. November 2009

Spyderco Cricket Full Serrated




Das Cricket ist eines der "Little Big Knives" aus dem Hause Spyderco.
Damit meint man, in der Spyderco Diktion, Messer die trotz kurzer Klinge zu großer Leistung fähig sind. In dieser Liga habe ich ja schon das Dragonfly oder das Dodo vorgestellt, die eben jenem Anspruch absolut gerecht werden. Und nun eben das Cricket.

Das Cricket ist ein Klassiker unter den Spyderco Messern. Klein, praktisch, harmlos aussehend und jederzeit dabei verkörpert es alles was man von einem guten EDC erwartet. Die Kurze, nur 47mm lange, Klinge weist die vom Dodo bekannte S Form auf und ist bei meinem Modell mit der berühmten Spyderedge, also dem Wellenschliff, versehen.
Dazu sei erwähnt dass es das Messer in anderen Varianten gibt. Wer will findet es mit glatter Klinge (da wahlweise mit einem geätzten Stahlgriff) oder gebraucht mit FRN Kunststoffgriff und ATS 55 Stahl (wird nicht mehr gebaut).
Mein Cricket hat eine Wellenschliffklinge aus VG10 (wodurch dem Spydercokenner klar ist, es kommt aus Seki, Japan) und einen Griff aus Edelstahl. Eine Griffschale übernimmt dabei auch die Verreigelung mittels Chris Reeve Integrallock.
Die Form der Klinge macht das Cricket zum sehr guten Paketmesser, Verpackungsöffner und Kartonschlitzer. Die Welle macht das Messer dabei bissiger und erhöht die Schnitthaltigkeit, gerade bei Kartons. Aber auch die Semmel stellt kein Problem dar, man muss eben einmal rundherum schneiden - wie auch bei Wurst oder anderem zu breiten Schnittgut. Das Cricket kommt zwar überall durch, aber eben nicht auf einen Zug - logisch bei der kurzen Klinge.



Trotzdem überzeugt das Messer mit überraschender Alltagstauglichkeit. Wie schon das Dodo (dessen Griff bequemer ist, was aber auf Kosten der Größe geht) ist das Cricket im Alltag nutzbar - und trotzdem wohl selten das einzige Messer am Mann. In Kombination mit einem kleinen Folder mit glatter Klinge (zB Fällkniven U2, P1) oder einem anderen tactical folder ist es als Wellenschliffbackup ideal. Oder eben als Beimesser zum Multitool, mit einer Kombi aus Tool und Cricket ist man sehr gut ausgestattet.

Montag, 2. November 2009

Byrd CaraCara Rescue

Gute Messer müssen nicht teuer sein. Das beweist Spyderco mit Modellen wie dem Tenacious, aber noch viel mehr mit der Tochtermarke Byrd.
Byrd Messer werden in China produziert, tragen aber viele Designmerkmale der Muttermesser. Die Byrdmesser haben meist ein Spyderco Äquivalent, das aber besseren Klingenstahl und minimal bessere Verarbeitung aufweist.

Das Cara Cara ist das Byrd Pendant zum beliebten Endura. Ein langer, schlanker Einhandfolder mit Backlock. Da er verriegelt und einhändig bedienbar ist gelten die Einschränkungen was das tragen in DE angeht. In AT ist der Folder uneingeschränkt legal zu tragen.
Click the image to open in full size.
Das Cara Cara
Rescue hat - der Begriff Rescue deutet es an - eine Sheepfoot Klinge. Durch diese gerade Klingenform ohne Spitze ist es möglich etwa einen Gurt oder ein Tau zu zerschneiden um eine Person zu bergen ohne diese Person zu verletzen. Konsequenterweise habe ich mich daher auch für Vollwelle (Spyderedge) entschieden, was beim durchtrennen solcher Materialien sehr wertvoll ist. Wie bei Spyderco gilt aber auch bei Byrd: Es gibt eine Menge Modellvarianten. Das Cara Cara gibt es in anderen Klingenformen, und mit glatter Klinge oder Teilwelle. Mit Spitzer Klinge, mit Stahlgriff etc. Wem das Cara-Cara zu groß ist, der findet mit dem Meadowlark ein kleineres Modell mit den selben Varianten (Pendant zum Delica).

Die Welle (spyderedge) ist von Spyderco und Byrd ja als sehr scharf bekannt - das Cara-Cara bestätigt das einmal mehr!
Click the image to open in full size.

Zur Praxis:
Das Messer lässt sich einfach bedienten, die Klinge läuft weich und ruckelfrei. Im geöffneten Zustand hat die Klinge minimales vertikales Spiel (nur bei viel Druck), was man aber durch nachstellen der Achsschraube beheben kann. Das Messer ist verschraubt nicht genietet wie in der Preisklasse zu erwarten wäre.
Das Klingenloch hat - wie bei allen Byrd - die Byrdeye Form. Es sieht etwas seltsam aus, ist aber einwandfrei und bequem bedienbar, der Backlock verriegelt sauber und stabil. Der Griff aus FRN ist angenehm griffig und liegt gut in der Hand. Der Clip ist in 4 Positionen montierbar. Durch die Welle und den brauchbaren Stahl ist das Messer lange scharf, und dennoch gut am Sharpmaker schärfbar. Durch die Welle fallen Steine als Schleifmittel aus!

Die üblichen Schneideaufgaben (Briefe, Pakete, Semmeln, Wurst, Apfel) erledigt das Messer brav und gut. Der Wellenschliff bringt hier keine Vorteile, stört aber auch nicht.
Seile, Textil und Co schneidet das Cara Cara perfekt! Das war zu erwarten, ist aber dennoch eine Erwähnung wert. Hier hilft die Welle!

Schnitzen ist mit der Wellenschliffklinge fast unmöglich, die Odoo-typischen Testdisziplinen sind für den Wellenschliff wenig geeignet. Es schnitzt schlecht, fächert nicht besser und rasiert zwar, aber kratzt dabei. Gut, das alles ist bei Wellenschliff unvermeidbar und gehört zur Wahl der Benutzer. Für diese Aufgaben rate ich jedenfalls zur glatten Variante (mit Spitze oder ohne). Als Rettungsmesser ist die Welle die bessere Wahl, und um den Preis dürfen es auch mal Beide sein

Click the image to open in full size.

techn. Daten:
Klingenlänge 100mm (Schneide 86mm)
Gesamtlänge 222 mm
Gewicht 104g
Stahl: 8CR13MOV (AUS8, 440c vergleichbar)
Griff: FRN
Verriegelung: Backlock

Fazit: Das Cara Cara ist eine Empfehlung wert. Um 30 Euro (je nach Variante zwischen 25 und 35) ist es ein EDC für alle Fälle, mit Varianten für jeden Geschmack. Glatt mit Spitze ist es ein Outdoor und Alltagsedc, meine
RescueVariante passt für Freunde des Wellenschiffs. In der Summe der Eigenschaften ist es ncht nur gemessen am Preis ein Messer für alle Fälle, und ein klarer Kauftipp!