Sonntag, 27. September 2009

Spyderco Native

Wenn ein leichtes und preiswertes aber doch leistungsfähiges Klappmesser gesucht wird, dann kehrt in den Messerforen dieser Erde ein Name immer wieder...

Die Rede ist vom
Native, einem Messer das sich schon eine ganze Weile in verschiedenen Variationen im Spyderco Programm findet. Es gibt - wie so oft bei Spyderco - eine ganze Modellfamilie, mit glatter Klinge, Voll- oder Teilwelle und unterschiedlichen Griffen und Stählen.

Allen gemeinsam ist der einfache Aufbau des
Native:
Griff aus 1 Stück glasfaserverstärktem Nylon (FRN), Backlock und reingenietet die Klinge. Da liegt auch das Manko des Messers, sollte der Klingengang (der ab Werk super ist!) mal nicht mehr stimmen ist basteln angesagt, mit Hausmitteln geht da nichts. Eine einfache Schraube wie beim Delica wäre mir lieber

Das Griffgefühl ist einfach genial! Das
Native hat an der Klingenwurzel eine Vertiefung, in der je nach Griff der Zeigefinger oder der kleine Finger zu liegen kommt - Spydercos Fingerchoil. Diese Vertiefung und die Griffmulde am FRM Teil sorgen für angenehmen Griff und gute Handlage bei perfekter Schnittkontrolle. Die Daumenriffelung am Klingenrücken ist angenehm rauh und auch bei hartem Druck nicht unangenehm.

Das Messer hat eine straffen Clip, der in 2 Positionen angebracht werden kann. Es ist, dank gut dimensioniertem Klingenloch, Backlock und versetzbarem Clip voll Linkshändertauglich.
Der Lock verriegelt, wie zu erwarten, fest und stabil. Keinerlei Klingenspiel ist feststellbar.

Der Clou am Messer ist aber die Klinge: Sie besteht aus dem sehr harten (und teuren) CPM S30V Stahl, einem pulvermetallurgisch hergestellten Klingenstahl der sehr gute Schnitthaltigkeit und Schärfe ermöglicht, aber recht schwer zu schleifen ist (sollte er stumpf werden - frühes präventives Scharfhalten dauert nur Sekunden am Sharpmaker). Das Messer ist leicht hohl geschliffen.

Die technischen Daten:

Gesamtlänge: 178mm
Griff: 100mm
Klingenlänge: 80mm (Davon Schneide 67mm)
Gewicht: 75,2g
Klingenstärke 3mm maximal


Anbei noch ein paar Bilder.

Native:
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Native Vs Delica (pink)
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NAtive, Delica und Mini Griptilian (Benchmade)
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Fazit: Das Native ist nicht der einzige EDC Tipp für Freunde leichter Messer, aber einer der Besten. Klar gibt es andere Messer die ebenso gut sind, wie eben das Delica oder das Centofante, das Fällkniven U2 oder auch Benchmades Mini Griptilian - aber kaum eines vereint dabei perfekte Handlage und gute Klinge so gut.
English version: The Native is a light EDC folder made by Spyderco. Spyderco, famous for high quality knives, is often recommended on boards and forums for their EDC knives.
The Native is a very basic knife. A FRN handle, backlock, riveted blade. That´s it. And that is enough to make a great EDC knife. The Native is lightweight, small enough to be pocketable but large enough to handle almost every EDC cutting task. The handle ergonomics are just perfect, the fingerchoil on the blade base is comfortable and safe. The backlock is very strong, overall quality is close to perfection. Yes, it is a plastic handle, and yes, it is a quite cheap knife. But being cheap does not mean feeling cheap. Let´s come to the main part of the knife: The blade. It is made of CPM S30V steel, high quality US made blade steel. S30V combines good corrosion resistance and edge retention. Like all other Spyderco knives the Native comes razor sharp and is easy to be resharpened on the Sharpmaker or whetstones.
The Native is not the best EDC folder there is, but it is one of the best inexpensive lightweight folders I know. Alternatives are the Fallkniven U2, Spydercos Delica or Centofante and the Benchmade Mini Griptilian.

1 Kommentar:

Marcel | ausgeruestet.com hat gesagt…

Das Native ist aufgrund der bereits genannten Punkte auch eines meiner Favoriten.
Mir hatte es allerdings zunächst einfach nur das Design des Native III angetan und mich so zu meinem ersten Spyderco gebracht...war sicher kein Fehler und auch nicht mein letztes Spyderco ;-)