Mittwoch, 30. September 2009

Nalgene Bottles




Please read the English review under the German one.

Wasser als EDC? Das bekomm ich doch an jeder Ecke und muss es nicht mit rumschleppen!

Stimmt, im urbanen Alltag ist Wasser einfach zu bekommen. Ob im Supermarkt oder im Café, ein Getränk ist überall zu bekommen. Allerdings ist Wasser in Flaschen auf Dauer nicht billig, von den Preisen die man für ein Glas Mineralwasser in einem Lokal zahlt red ich gar nicht erst. Und Einwegflaschen belasten zudem die Umwelt, darum werfe ich heute mal einen Blick auf die Mehrwegvariante Deluxe - Die Nalgene Lexanflaschen!

Anders als das Alu bei den beliebten SIGG Flaschen ist Lexan durchsichtig und lässt sich nicht eindrücken. Unschöne Dellen werden so vermieden. Die neueren Flaschen von Nalgene sind zudem BPA frei, und daher nach derzeitgem Wissenstand gesundheitlich unbedenklich.
Nalgene bietet eine breite Produktpalette an, von der Fahrradflasche bis zum Lexan-Flachmann, aber am häufigsten findet man die beiden Varianten die ich nun zeige: Die Weithals und die Enghalsflaschen in 0,5 oder 1 Liter.

Die Vorteile von Nalgene, oder anderen guten Polycarbonatflaschen liegen auf der Hand:
Die Flaschen sind sehr bruchfest, temperaturbeständig von -135 bis +135 Grad Celsius, spülmaschinenfest, leicht und dank der Tatsache dass sie durchsichtig sind und eine Skala aufgedruckt haben auch zum dosieren geeignet. Und: Sie sind absolut Dicht!

Die Weithalsvariante ist leichter zu reinigen, aber auch die Enghalsflasche stellt den Benutzer hier vor keine Probleme. Sollte Tee oder Saft die Flasche mal stärker verschmutzen, so ersetzt etwas Backpulver teure Spezialreiniger.
In Summe sind die Nalgene Flaschen tolles EDC für all jene die sparen und die Umwelt schonen wollen ohne auf das Getränk unterwegs verzichten zu wollen.



Nalgene bottles are well known in the USA and many more countries. The bottles are made of Lexan and since late 2008 BPA free - so they do not harm your health as far as scientists know today.
Lexan makes the bottles durable and strong. They seem to be indestructable, so it really takes a lot of force to damage a Nalgene bottle. For they are translucent, they can be used for measuring water for outdoor cooking, but they also make great EDC. The most popular versions of the Lexan bottles are the wide- and narrow mouth bottles in 16oz and 32 oz.

Sure, water is available everywhere in urban environment, but botteled water is quite expensive if bought every day, and PET bottles fill the landfills around the world. So a tough refillable bottle saves money and is eco-friendly.

Dienstag, 29. September 2009

Änderungen...

Der Blog hat sein Design geändert, und ist nun hoffentlich besser lesbar. Das Logo ist noch ein Provisorium (die bekanntlich dazu neigen beständig zu sein), das soll besser werden. Ich hoffe das neue Design gefällt.


Montag, 28. September 2009

Fällkniven P1



International visitors: Please see the English review at the end of the German version


Fällkniven, schwedischer Hersteller hochwertiger Messer, wurde in kurzer Zeit zu einer sehr respektierten Marke in der Messerszene. Zu Recht, denn die Produkte sind von hoher Qualität und gut durchdacht.

Einer der bekanntesten Folder aus dem Hause Fällkniven ist das Modell P1, oder wie es mittlerweile heißt, das P Modell. Anders als das Einsteigermodell U2, das mit hohem Gebrauchswert aber schlichter Optik bekannt wurde, ist das P Modell ein durchaus sehenswerter Gentlemenfolder.

Auf Platinen aus Stahl sitzen, je nach Kundenwahl, Schalen aus Micarta, Holz oder gefärbtem Knochen. Das Ursprungsmodell P1 aus diesem Review war eine Version mit Einhandbedienung und Micartaschalen. Die neueren Versionen tragen je nach Version verschiedene Namenszusätze wie zB das Modell mit Nagelhieb die Bezeichnung Pn (= Modell P, Nailnick) oder Versionen mit 3 Lagenstahl, P3G.


Allen gemeinsam ist der Aufbau: Die Klinge sitzt auf Bronzewashern zwischen Stahllinern. Anstelle eines massiven Backspacers finden sich dünne Stahlhülsen als Spacer, wodurch das Messer optisch elegant und gleichzeitig einfach zu reinigen ist. Die Klinge ist beim Grundmodell aus VG10, bei den 3G Versionen aus laminiertem Pulverstahl wie das Modell U2. Als Verschluss kommt ein Linerlock zum Einsatz, der aber nur halb von der Griffschale verdeckt ist, und so an einen Framelock erinnert. Die Klinge ist sehr leichtgängig und öffnet butterweich. Klingenspiel existiert nicht, sollte es einmal auftreten wäre es per Achsschraube einstellbar.

Ein Clip existiert leider nicht, statt dessen liefert Fällkniven das Messer mit Corduratasche aus, die man vertikal und horizontal tragen kann.

Schärfe und Schnitthaltigkeit des VG10 sind sehr gut, die Klinge ist lang genug für alle EDC Aufgaben und alltagstauglich geformt.


Fazit: Das Modell P ist ein erstklassiger Folder. Verarbeitung und Qualität sind in der bestmöglichen Liga für Serienmesser angesiedelt. Daher erschreckt auch der Preis von rund 140 Euro für das Grundmodell nicht. Als eleganter aber leistungsfähiger Gentlemenfolder verdient das P1 einen Stammplatz, einzig ein Clip fehlt mir ein wenig.


Specs (manufacturer information)

Length folded: 103 mm (4")

Blade length: 77 mm (3")

Blade thickness: 3 mm (0.12")

Steel: VG10




English review:


Fällkniven, a Swedish company, is well respected for being a high quality manufacturer of knives.

While the company is Swedish, the knives are Japanese made. As we know from other brands like Spyderco, Japan

is not the worst place to make good knives.

The P1 is the basic version in Fällkniven P Folder line. It features Micarta handle scales and a solid VG10 blade. There are versions with wood or bone handles, as well as versions with laminated powder steel blades.

The Micarta scales are based on steel liners. Basically, the P1 is a linerlock knife, but for the scales cover just half of the linerlock, it looks like a kind of semi-framelock. Nice!

The blade is long enough for EDC duty. It comes razorsharp, edge retention is pretty good - VG10 is a great blade steel!

As mentioned there is nothing bad to say about the quality of Fällkniven knives. The blade is sharpened carefully, there are no manufacturing marks or sharp edges on the handle, opening and closing is very smooth.

The only thing I dislike is the lack of a pocket clip. The knife comes with a Cordura pouch for belt carry, but no clip. Minus 1 point there.


I really like the P Folder, for it is a beautiful and very useful knife. Ok, it´s a little more expensive than other VG10 blades.

Compared to other knives in that league the price is fair, and what you get for your money is as close to perfection as a production knife can be. If only it had a clip, the P1 would be my EDC choice more often.


EDC-reviews goes international

Dear US and international readers!

Thanks for your emails and your interest in my reviews. For some of you asked me if I could do them in English, I decided to give it a try and to do my next reviews in both languages, so in English AND German. I will also translate some of the existing reviews, but it will take me some time. I guess the English reviews will be shorter than the German for it takes me much more time to do them in English, but they will summarize the main points of my reviews. Feel free to ask for additional information in the comments. Please mind that I´m not an English native speaker, so my reviews might not be perfect, but I promise to do my very best.

Liebe deutschsprachige Leser!

Nachdem ich Emails von englischsprachigen Lesern bekam die um englische Reviews baten habe ich entschieden den Versuch zu wagen, und die nächsten paar Reviews in BEIDEN Sprachen zu verfassen. Ihr verliert also die deutschen Reviews nicht, sie werden wohl auch die ausführlicheren bleiben. Allerdings werden sie durch eine englische Zusammenfassung ergänzt.

Sonntag, 27. September 2009

Spyderco Native

Wenn ein leichtes und preiswertes aber doch leistungsfähiges Klappmesser gesucht wird, dann kehrt in den Messerforen dieser Erde ein Name immer wieder...

Die Rede ist vom
Native, einem Messer das sich schon eine ganze Weile in verschiedenen Variationen im Spyderco Programm findet. Es gibt - wie so oft bei Spyderco - eine ganze Modellfamilie, mit glatter Klinge, Voll- oder Teilwelle und unterschiedlichen Griffen und Stählen.

Allen gemeinsam ist der einfache Aufbau des
Native:
Griff aus 1 Stück glasfaserverstärktem Nylon (FRN), Backlock und reingenietet die Klinge. Da liegt auch das Manko des Messers, sollte der Klingengang (der ab Werk super ist!) mal nicht mehr stimmen ist basteln angesagt, mit Hausmitteln geht da nichts. Eine einfache Schraube wie beim Delica wäre mir lieber

Das Griffgefühl ist einfach genial! Das
Native hat an der Klingenwurzel eine Vertiefung, in der je nach Griff der Zeigefinger oder der kleine Finger zu liegen kommt - Spydercos Fingerchoil. Diese Vertiefung und die Griffmulde am FRM Teil sorgen für angenehmen Griff und gute Handlage bei perfekter Schnittkontrolle. Die Daumenriffelung am Klingenrücken ist angenehm rauh und auch bei hartem Druck nicht unangenehm.

Das Messer hat eine straffen Clip, der in 2 Positionen angebracht werden kann. Es ist, dank gut dimensioniertem Klingenloch, Backlock und versetzbarem Clip voll Linkshändertauglich.
Der Lock verriegelt, wie zu erwarten, fest und stabil. Keinerlei Klingenspiel ist feststellbar.

Der Clou am Messer ist aber die Klinge: Sie besteht aus dem sehr harten (und teuren) CPM S30V Stahl, einem pulvermetallurgisch hergestellten Klingenstahl der sehr gute Schnitthaltigkeit und Schärfe ermöglicht, aber recht schwer zu schleifen ist (sollte er stumpf werden - frühes präventives Scharfhalten dauert nur Sekunden am Sharpmaker). Das Messer ist leicht hohl geschliffen.

Die technischen Daten:

Gesamtlänge: 178mm
Griff: 100mm
Klingenlänge: 80mm (Davon Schneide 67mm)
Gewicht: 75,2g
Klingenstärke 3mm maximal


Anbei noch ein paar Bilder.

Native:
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Native Vs Delica (pink)
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NAtive, Delica und Mini Griptilian (Benchmade)
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Fazit: Das Native ist nicht der einzige EDC Tipp für Freunde leichter Messer, aber einer der Besten. Klar gibt es andere Messer die ebenso gut sind, wie eben das Delica oder das Centofante, das Fällkniven U2 oder auch Benchmades Mini Griptilian - aber kaum eines vereint dabei perfekte Handlage und gute Klinge so gut.
English version: The Native is a light EDC folder made by Spyderco. Spyderco, famous for high quality knives, is often recommended on boards and forums for their EDC knives.
The Native is a very basic knife. A FRN handle, backlock, riveted blade. That´s it. And that is enough to make a great EDC knife. The Native is lightweight, small enough to be pocketable but large enough to handle almost every EDC cutting task. The handle ergonomics are just perfect, the fingerchoil on the blade base is comfortable and safe. The backlock is very strong, overall quality is close to perfection. Yes, it is a plastic handle, and yes, it is a quite cheap knife. But being cheap does not mean feeling cheap. Let´s come to the main part of the knife: The blade. It is made of CPM S30V steel, high quality US made blade steel. S30V combines good corrosion resistance and edge retention. Like all other Spyderco knives the Native comes razor sharp and is easy to be resharpened on the Sharpmaker or whetstones.
The Native is not the best EDC folder there is, but it is one of the best inexpensive lightweight folders I know. Alternatives are the Fallkniven U2, Spydercos Delica or Centofante and the Benchmade Mini Griptilian.

Samstag, 26. September 2009

Cherusker Ryback

Das Ryback ist ein Design des US- Wahlberliners Kevin Wilkins, der zu recht für stimmige und interessante Designs bekannt ist. Die deutsche Firma Cherusker Messer produziert dasRyback in Lizenz als Serienmesser, wodurch auch jene die sich kein Handmade leisten können oder wollen in den Genuss des Ryback kommen können. Die Messer werden in China gefertigt, was heutzutage ja auch kein Manko mehr ist. Wie man von Spyderco, Byrd, Benchmade und Co weiß kommen in einer mittleren Preislage tolle Messer aus China.

Hier zunächst mal ein Bild:
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Man sieht, das
Ryback sprengt die übliche Folderklasse. Konzipiert wurde es als Klapp-Kochmesser, was eine gewisse Klingenbreite (wie eben Kochmesser) voraussetzt. Und da eine breite und lange Klinge auch beim verstauen Platz braucht ist der Griff ebenso mächtig.

Das
Ryback kam sauscharf und gut verarbeitete bei mir an. Im Lieferumfang war ein gefüttertes Nylonetui von guer Qualität. Messer und Etui tragen die Nummer 4/100 (ich musste beim 1 Produktionslauf zuschlagen ;) ).
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Zur Praxis: Das
Ryback ist kein EDC. Ich habe es versuchshalber ein paar mal eingeklippt in der Tasche getragen, aber im Ernst: Das zu ziehen um damit nen Apfel zu schälen würde für zu viel Aufsehen sorgen. Die EDC tauglichkeit ist fast NULL. Anders unterwegs, da wäre das Messer dank scharfer Klinge und stabilem Lock durchaus brauchbar als Outdoormesser. Zwar ist das Gewicht hoch, aber es wäre ein optimales Brotzeitmesser unterwegs für Leute denen Ultraight fern ist. Leider ist die Kombination vom breiten Griff und der noch breiteren Klinge schlecht wenn es um Grifftechniken geht die feines führen der Klinge ermöglichen würden. Grobes Schnitzen geht, Feinarbeiten erfordern Verrenkungen. Wieder keine Punkte für das Ryback.

In der Küche, bei der Brotzeit und als Picknickmesser schlägt die Stunde des Messers. Kaum ein anderes Klappmesser kommt mit der Leistung das
Ryback hier mit. Die Scharfe Klinge macht aus Brot, Tomaten und Hartwurst mühelos mundkleine Stücke, Schneidet mit wenig Kraftaufwand und glatt, kurz: Das Ryback ist hier der Hammer. Ich habe es in meiner Küche probiert (habe da aber zu viele hochwertige Japaner um es öfter zu verwenden) und - wesentlich öfter - als mein Messer zum Kochen bei Freunden mit genommen. Gegen übliches Haushaltsblech ist das Ryback eine Offenbarung, auch wenn es sehr gute Kochmesser nicht ersetzen kann. Die Klingenform erinnert an ein japan. Santoku - keine schlechte Wahl für Kochmesser.

Leider hat sich eine Schraube des
Ryback recht bald unbemerkt in der Tasche verabschiedet, wie auf den Bildern zu sehen ist. Ich denke aber Mail an Cherusker würde für Ersatzleistung reichen, die Firma gilt als gut im Service (hab ich noch nicht selber versucht). Der massive Framelock hakt ab und zu ein wenig, hält aber sehr gut.

Zu den tech. Daten

Gewicht 254g
Länge offen: 27,7cm
Klingenlänge: 12cm (davon 11,3 Schneide)
Klingenstärke 3mm
Verriegelung: Framelock
Griffmaterial: G10 und Stahl
Klingenstahl: 8Cr13MoV (chin. Stahl nahe an AUS8, 440c),
Härte: 58 HRC (gut schärfbar und schnitthaltig)
Clip
Nylonetui

Der Clip passt nur in 1 Position, ist aber straff und hält gut.

Fazit: Das
Ryback ist anders. Es ist kein EDC, aber es hat Charme. In seinem Feld - der Nahrungszerkleinerung - sucht es Seinesgleichen meist vergeblich, nur Wenige halten mit. Als Brotzeit- Koch und Grillmesser ist es super, und begleitet mich wenn es nicht auf das Gewicht ankommt gern zu diesen Zwecken. Um den recht moderaten Preis für so ein Spezialmesser (79,70.-) ist es ein fairer Deal, der Freunden "anderer" Messer zu empfehlen ist.


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BM Mini Griptilian, Byrd Cara-Cara Rescue und
Ryback im Vergleich

Freitag, 25. September 2009

Leatherman Squirt S4

Das Squirt S4 ist ein Minitool des bekannten Herstellers Leatherman. Es ist eine Weiterentwicklung des Micra, und wahlweise mit Schere (S4), Zange (P4) oder Abisolierzange (E4) zu haben.

Ich war auf der Suche nach einem Keyring-Tool, und dachte "nimm doch ein Leatherman, da machst du nix falsch". Ich nehm es vorweg: Ich würde es nicht wieder kaufen!

Was ich wollte war ein Tool mit Schere für den Schlüssel, mit kleinem Schlitzschraubendreher für die Brille. Ein kleines EDC Tool eben. Ich kannte nicht mehr, außer Leatherman und Baumarkt Ramsch, da kam das
Squirt mir zu Augen. Und gefiel. EIn Blick aufs Preisschild: 59 Euro! Also geschluckt, und gegangen.
In der Bucht fand ich das Tool aus den USA um 15 Euro. Niederer Dollarkurs und sehr günstiger Preis damals, heute ist das Tool dort im Sofortkauf um 16-21 Euro zu haben, mit Glück um weniger. Macht minus 60-75%, bei oft preiswertem Expressbrief. Gekauft!

Hier mal das Tool:
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Aus der Packung war ich erstmal ganz zufrieden. Sah gut aus das freche Rote. Noch 2 geordert, und los damit am Schlüssel.

Praxistest 1: Schere. Schneidet gut, ist federnd und scharf. nicht 100% perfekt, aber gut. Mag ich bis heute. Die Schere ist Microserrated für bessere Schnittleistung. Im Vergleich zu meinem Juice SC2 ist die Schere am Squirt klar besser.

Praxistest 2: Brillenschraubendreher. Ein Debakel, der Schrauber ist zu dick, passt im keine Brillenschraube an meinen beiden Korrekturbrillen oder der optischen Sonnenbrille. Flop!

Weitere Ausstattung:

Klinge: Kam mäßig scharf, und ist echt nicht schnitthaltig. Billiger 420er Stahl, schlecht gehärtet. Schlecht

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Flaschenöffner: Funktioniert, nicht grade gut, aber ok. Das dünne Blech droht die Kapseln manchmal zu durchstoßen, ein zweites Ansetzen des Öffners hilft. OK

größerer Schrauber: Ok, tut was er soll, etwas weich.

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Nagelfeile: Gut, die feilt sauber und fein genug. der Nagelreiniger an der Spitze tut auch was er soll.

Lineal: 3,5cm Lineal, völlig sinnlos!

Pinzette: Gut, wie bei Victorinox. Gut brauchbar, die von Vic ist etwas schärfer.

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Fazit: Ich trug das Tool wegen der Schere und der Nagelfeile sowie der Pinzette , die Tools sind gut und wirksam. Die Schrauber und die Klinge sind Mist, aber Klingen hab ich eh immer bessere mit. Als EDC ist es für mich gerade noch OK, mit Pinzette und Schere macht es auch im FAK gute Figur.

Als Alternativen empfele ich die Gerber Clutch oder Splice (Zange) oder Shortcut bzw Vise (Pinzette). Das Review zum Vise findet ihr hier im Blog, es steht dem Squirt nichts nach. Im Detail besser, in anderen schlechter, die Tools sind auf einem Level. Die Tools am Gerber sind besser, die Verarbeitung am Leatherman. Die Gerber kommen mit mehr Tools (2 Klingen, plain und Welle etc) zum zu erwartenden Kampfpreis. Sie sind in DE ab 22 Euro zu haben, in den USA ab 9! Die Gerber Schere ist eine der bekannt guten Fiskars Scheren, die in meinem Praxisempfinden die LM Schere klar schlägt.
Eine weitere Alternative sind die Victorinox Minimesser (verschiedene Modelle) oder das SOG Duo CrossGrip und CrossCut. Die SOG sind teurer (wenn auch nicht so teuer wie LM in Deutschland) aber die Klingen und Tools sehr gut, die Zange am CrossGrip sogar mit Getriebe untersetzt um den Kraftaufwand zu minimieren. Super!

Donnerstag, 24. September 2009

Spyderco Delica

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Das Delica 4 ist das pinke Messer auf dem Bild. Zwar gibt es das Messer auch in schwarz, dunkelgrün, olivgrün, weiß und mit Edelstahlgriff, das pinke gefällt mir aber aus mehreren Gründen am Besten. Es ist hell, und fällt auf, wodurch man es schwer verlieren, und wenn, dann leichter finden kann. Zudem sieht es harmloser aus, selbst schreckhafte Gemüter regen sich kaum über das "böse" Messer auf, was im Stadtalltag nicht zu vernachlässigen ist.

Material: Die Klinge ist aus VG-10 Hochleistungsstahl, mit einer Rockwellhärte von 59-60. Dadurch ist das Messer sehr schnitthaltig, aber trotzdem recht gut nach zu schärfen. Als Griffmaterial verwendet Spyderco einen Kunststoff, FRN genannt- Also Glasfaservertärktem Nylon. Der Griff ist mit einer Riffelung versehen, was ihn griffig und angenehm zu halten macht. Unter den Griffschalen sitzen Stahlplatinen, die Klinge läuft angenehm weich, der Klingengang ist an der Achsschraube regulierbar. Über das Loch in der Klinge ist einhändiges öffnen des Messers sehr einfach. Das Delica verfügt über einen stabilen Backlock, und verriegelt sicher und spielfrei.

Verarbeitung: Das in Seki-City gebaute Delica 4 ist Japantypisch gut verarbeitet. Kein Grat der stören würde, die Klinge sehr scharf und sauber geschliffen. Spyderco setzt beim Delica auf einen flachen Säbelschliff, der dem Messer tolle Schneideigenschaften verleiht. Die Odoo-typische Einteilung der Eigenschaften ließe beim Spyderco schlechte Eignung für wirklich grobe Aufgaben (dazu ist es zu kurz), aber sehr gute Eignung für normale, feine und feinste Aufgaben erkennen. Das Messer rasiert problemlos, und macht nur vor gröbsten Aufgaben halt.

Das Messer verfügt über einen in 4 Positionen montierbaren Clip, und ist für Rechts- und Linkshänder geeignet. Eine Daumenrampe und ein Handschutz verhindern das Abrutschen auf die Klinge.

Die technischen Daten:
Länge geschlossen: 108mm
Länge offen: 181 mm
Klingenlänge:73mm (65mm nutzbar)
Gewicht: 71 Gramm
Preis: ab ca 75 Euro

Die Besonderheit des Delica 4 ist die Vielzahl der Optionen. So ist es neben den erwähnten Griffvarianten auch mit Wellenschliff (Spyderedge) oder Teilwelle zu haben, zudem gibt es eine längere Variante, die auch für gröbere Arbeiten besser taugt, das Modell Endura. Für Freunde des superschnellen öffnens (wobei die Einhandöffnung bereits sehr schnell geht) gibt es das Modell auch mit Emerson Wave Opener.

Fazit: Das Delica 4 ist ein gutes Allround und Alltagsmesser, für harte Outdooraufgaben aber zu klein. Als Ergänzung zu einem Fixed mit größerer Klinge aber ideal, und im Alltag in der Stadt oder auch im Büro für Verpackungen und Co schwer zu schlagen.

Zum Abschluss meines Reviews hier noch ein Foto:
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Mittwoch, 23. September 2009

Hygiene unterwegs

Was jetzt? EDC Hygiene? Spinnt der?

Zugegeben, das hier fällt aus der Rolle. Und wieder nicht, denn es gibt ausreichend Gründe sich über eine Minimalvariante der EDC Hygieneartikel Gedanken zu machen.

Fall 1: Echtes EDC, also immer dabei

Nein, es gibt keinen Grund ständig literweise irgendwelche Shampoos und Co rumzuschleppen. Dennoch gibts es sinnvolle EDC Grundsteine die man aus dem Hygienebereich in Betracht ziehen sollte. Man denke nur an dreckige und versiffte öffentliche Toiletten in denen es an allem fehlt. Da ist es sehr hilfreich wenn man ein Paket Taschentücher in der Tasche hat. Schon ist das Not-Toilettenpapier für diese und andere Situationen gefunden, und man erspart sich eine Menge Flüche.
Nun hat man das Geschäft erledigt, und stellt fest: Seife gibts in dem Loch auch keine. Und weil die Bude wie erwähnt eklig ist will man sich doch die Hände waschen. Da hilft die SEIFE UNTERWEGS also nette kleine Blättchen die kaum Platz wegnehmen und fast nix wiegen. Klar, gemessen am Gewicht sind die nicht billig, aber das hat den echten EDC Freak bisher ja auch nicht abgehalten sein EDC zusammenzustellen. Alternativ sind auch ein paar Erfrischungstücher und Desinfketionstücher eine Überlegung wert. Das Desinfektionstuch schafft Abhilfe im Ekelraum und kann nach seifenlosem Händewaschen das Gewissen beruhigen - Man weiß ja nie. OK, das würde ich nur in ECHT ekelhaften Toiletten in Erwägung ziehen, und da wohl auch eher nach einer Alternative suchen, aber wer schon mal auf manche Autobahnraststätten in südlicheren Ländern (und leider nicht nur dort) ohne Ausweichmöglichkeit in der Nähe angewiesen war versteht was ich meine.

Die Luxusvariante ist dann das 3er Set, aus Seife, Shampoo und Duschseife - in Blättchenform

Und eben jene Luxusvariante bringt mich zu

FALL 2: Reiseausstattung

Für den Kurztrip sind diese Blättchen wohl OK. Besser als Nix, und nicht jede billige Herberge ist großzügig mit kleinen Gratismengen. Man muss ja nicht immer gleich nen riesen Beutel mit sich rumschleppen, schließlich reist man gerne mit leichtem Gepäck.
Eine gute Alternative zu Flaschen und Dosen sind generell FESTE Varianten. Eine Flasche kann ausrinnen, ein fester Block nicht. Und, er kommt ohne Plastikverpackung aus, was unser grünes Gewissen sehr erfreut. Wo gibt es sowas?
Bei LUSH (Link ist aus Österreich, aber gibt es in den meisten Staaten, google bringt euch zum regionalen Webshop und einer Liste der Ladengeschäfte) gibt es Shampoos, Seifen, Deos und Co in fester Form, viele Produkte sind zudem vegan, alle ohne Tierversuche entwickelt, biologisch abbaubar und bestehen weitestgehend aus natürlichen Zutaten. Man nimmt sich also eine Dose (die es im Shop ja auch gibt, es geht aber jede) und schneidet von seinem Deo, Shampoo, Duschjelly und der Seife ein Stückchen ab - schon hat man ein 1A Reisehygieneset im Taschenformat, auslaufsicher und qualitativ weit besser als die meisten "Industrieprodukte" aus Supermarkt und Outdoorladen. Adieu ausgeronnenes all-in-one Duschgel in der Sporttasche, den Ärger hab ich nie wieder. Und gemessen an der Ergiebigkeit der Produkte ist auch der Preis sehr fair, eventuell sogar billiger als die meiste Massenware - das Zeug langt ewig.
Ihr habt es bemerkt, ich habe Fall 3, die Sporttasche gleich mit eingebaut. Und wenns im Sommer echt schön heiß ist, dann macht sich ein Ministück festes Deo auch im echten EDC gut - wenn der Tag mal länger wird ;)

Zum Abschluss sei noch bemerkt: Das war die geschlechtsneutrale Variante. Geschlechtsspezifisch sinnvoll werden Frauen wohl Binden/Tampoons, Kosmetika und Co ergänzen. Und bei beiden Geschlechtern sind Kondome als EDC in manchen Situationen ganz hilfreich. Womit am Ende hoffentlich klarer ist: Sooo abwegig sind EDC Hygieneartikel gar nicht

Sonntag, 20. September 2009

Benchmade Mini Pika

Review ursprünglich verfasst für Odoo.tv

Heute stelle ich mal ein günstiges Messer vor, und zwar das Mini Pika (Modell 10410) von der amerikanischen Firma
Benchmade.

Das Mini Pika ist ein Backlock Folder mit einfachem Kunststoffgriff, und erinnert hierbei in vielem an das ebensfalls hier vorgestellte Native von Spyderco. Beide Messer bieten einen in 2 Positionen montierbaren Clip, Kunststoff (FRN) Griffe mit guter Struktur und scharfe Klingen sowie einen Backlock. Das war es dann aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Anders als das Native (USA) ist das Mini Pika aus Taiwan - dennoch aber sehr gut verarbeitet!

Das Pika ist ein recht langer und schmaler Folder, es erinnert mehr an das Delica als an das Native. Die Handlage ist gut, aber durch den schmalen Griff nicht so gut wie beim Native, das zudem auch noch mehr Griffmulden hat. Trotzdem ist das Griffgefühl gut, und das Messer mit der sehr spitzen Klinge gut führbar. Hier mal 2 Bilder zur Handlage und Größe:

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Das Pika hat eine Klinge mit aus 440c Stahl. Dieser Stahl ist recht rostträge, gut Schnitthaltig und gut schärfbar. Er ist als Messerstahl erprobt und bekannt gut, aber nirgendwo echt herausragend. Mit dem CPM S30V von Spydercos Native kann er nicht mithalten, wobei das Native aber auch klar teurer ist. Als EDC Messerstahl ist 440C eine gute Wahl.

Mein Mini Pika hat eine Teilwelle (ich habe auch das Modell mit glatter Klinge). Beide Formen haben Vorteile, die Teilwelle hilft beim durchtrennen von Seilen und Textilien, stört aber beim Schnitzen. Der Konsument hat die Wahl, je nach Bedarf und Vorliebe. Neben den beiden Klingenvarianten gibt es auch das größere Modell, das Pika.

Als EDC schlägt sich das Mini Pika gut, siehe hier:

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Die Klinge lässt sich Einhändig öffnen, was anfangs nicht ganz einfach ist, weil die Achsschraube ab Werk eher stramm angezogen ist. Aber

1. ist der Klingengang mittels Achsschraube verstellbar (Vorteil gegenüber Native)
2. ist das Geschmackssache, mein Bruder zB mag das so lieber, ich weniger.
3. Wird der Klingengang mit der Zeit ohnehin weicher - und kann dann auch wieder fester gestellt werden, eben dank der Schraube.

Was etwas stört ist der brutal harte Backlock. Ja, er verriegelt sehr! gut, absolut Spielfrei und sicher. Aber das lösen des Locks braucht weit mehr Kraft als bei modernen Einhandmessern üblich. Einhandschließen ist somit fast unmöglich, ohne viel Kraft im Daumen und Übung.

Ein Highlight des Mini Pika ist der Clip. Er sitzt sehr hoch, und erlaubt es das Messer absolut unsichtbar in der Tasche einzuclippen. Der Clip ist kurz und schmal, was man sieht wirkt wie der Clip eines edlen Kugelschreibers - das Mini Pika ist somit auch für Anzüge eine gute Wahl, wenn die Gesellschaft nicht grade Messerfreundlich ist. Durch das geringe Gewicht und den durchdachten Clip ist das Messer in Sakko oder Anzughose unauffällig zu tragen - was durchaus praktisch ist. Trotzdem ist es auch in Jeans und auf Tour sehr brauchbar!

Leider ist das Pika und Mini Pika offiziell nicht mehr am Markt, Hersteller
Benchmade hat das Modell Pika (mini Pika) 2 als aktuell gelistet. Trotzdem findet sich das Messer sehr einfach, und sehr billig, im Internet, bei US Import meist unter der Zollfreigrenze von 22 Euro!

Das Pika 2 habe ich selber noch nicht, aber befingert. Da es das aktuelle Modell ist sei angemertkt: Es ist statt aus 440c aus einem - sehr ähnlichen, guten - chinesischen Stahl, der Griff ist noch besser strukturiert und der Backlock etwas weicher. Leider ist der Clip nicht mehr so schön unauffällig, aber auch das Pika II ist ein sehr gutes EDC.

Donnerstag, 17. September 2009

First Defense MK-6



Ich predige Jedem der meine Messer ängstlich beäugt dass Messer keine Waffen sind. Ich trage sie als Werkzeug, manche als Schmuck, aber keines als Waffe. Ich würde nicht zustechen, schlitzen oder sonst etwas in der Richtung tun. Messer sind Werkzeuge!

Wenn nun also Messer keine Waffen sind, was trägt man dann als Waffe?
In der Regel nichts, so hoffe ich, denn die wenigsten von uns sollten im Alltag Bedarf haben Waffen zu tragen. So unsicher ist Mitteleuropa (noch?) nicht, worüber ich durchaus froh bin.
Und doch gibt es Situationen in denen ein wenig mehr Sicherheit kein Fehler ist. Sei es auf der Hunde-Runde wo es leider auch frei laufende aggressive Viecher gibt, bei der Arbeit mit "unfreundlichem" Klientel oder einfach als Frau nachts in der Tiefgarage oder allein auf dem Heimweg - man möchte keiner der sehr wenigen Fälle sein die Opfer werden. Schusswaffen und Messer oder sonst etwas potenziell Tödliches sind keine geeigneten Selbstschutzwaffen. Wesentlich besser eigenen sich Körperalarme um Angreifer abzuschrecken und zu vertreiben und Pfefferspray oder was ähnliches non-lethales.

Ich trage selten aber doch Pfefferspray, und zwar das MK-6 der Firma Defense Technologies. Es wird unter dem Label "First Defense" verkauft und ist das offizielle Pfefferspray der österreichischen Exekutive sowie vieler anderer europäischer Einsatzkräfte. Zwar sind die First Defense Produkte eher teuer, so kostet das MK-6 meist rund 23 Euro, doch dafür sind sie sehr sicher und effektiv. Um das zu verstehen ein kleiner Pfefferspray Exkurs.

Pfefferspray besteht aus konzentriertem Pfefferwirkstoff, also Oleoresin Capsicum, und einem Treibmittel. Das wars im Groben, ein paar andere Pfefferbestandteile und Beimengungen sind vernachlässigbar. Die Effektivität des Sprays ergibt sich aus der Konzentration des Wirkstoffs und der Form der Abgabe. Billige Sprays sind oft weniger stark konzentriert als gute Sprays, wichtiger ist aber die Funktionsweise. Ein gutes Spray gibt einen Richtstrahl ab, ähnlich einer Wasserpistole. Der Strahl ist gut dosierbar und zielsicher, hat gute Reichweite (abhängig von der Bauart und Treibgasmenge) und ist sicherer für den Anwender. Ein billiges Spray sprüht breit, wie ein Haarspray. Die "Wolke" ist von der Reichweite her einem Strahl klar unterlegen, zudem kommt weit weniger Wirkstoff am Ziel an, wodurch die Effektivität leidet. Und: Bei schon leichtem Gegenwind steht man selber in der Wolke, der Selbstschutz ist minimal.

Die First Defense Sprays sind Richtstrahlsprays. Die Reichweite beträgt Modellabhängig 4-6 Meter, die Palette reicht vom Mini-Spray für die Jeanstasche bis zur Großladung für Behörden. Das von mir getragene MK-6 enthält 28ml, das Behördenspray MK-3 50ml. Die 28ml reichen für eine Anwendung da unter Stress, also in der Abwehrsituation, die Zielfähigkeit leidet. Training mit eigenen Übungssprays kann das verbessern, dann sind die 28ml auch für 2-3 Abwehhandlungen ausreichend. Aber im Ernst, wenn mir das Ding einmal den Arsch gerettet hat, dann ist es mir eine neue Patrone wert.
Darin nämlich liegt der Vorteil des MK-6. Zwar kostet das "kleine" MK-6 fast das Selbe wie das MK-3, doch ist das kleinere Spray anders aufgebaut. Statt einer Kartusche mit aufgestecktem Sprühkopf wie eine Lackdose ist das MK6 eine Patrone die in einer stabilen Plastikhülle steckt. Diese ist mit einem festen und sicheren Clip ausgestattet, der 4 Tragepositionen ermöglicht. So ist das MK6 ohne Tasche (Holster für die anderen First Defense Sprays gibt es als Zubehör, aber keine Clips) am Gürtel tragbar, verschwindet aber bei Bedarf auch in der Jackentasche. Die Patrone ist wechselbar, was Kosten spart, und es gibt Inertpatronen, also Wasserpatronen zur sicheren Übung.



Im Internet finden sich neben vielen positiven Berichten auch immer wieder Berichte über ausgeronnene oder ineffektive Sprays der First Defense Serie. Dazu muss ich sagen, dass das zwar sicher so sein wird, man das Risiko aber durch korrekten Umgang (Lagerung und tragen senkrecht, nicht im Auto lassen...) minimieren kann.

Sonntag, 13. September 2009

WEBTIPPS

Ich habe diesen Blog begonnen um EDC Interessierten ein paar meiner Erfahrungen mit EDC Gadgets und Tools als Infoquelle zur Verfügung zu stellen. Damit bin ich glücklicherweise nicht allein, in den Tiefen des Internet gibt es viele andere Seiten die mir und Euch zur Info dienen können.

AUSGERUESTET.COM bietet deutschsprachige Infos und Berichte zu Outdoorequipment, EDC Tools, Leichtwandern und MYOG. Ich mag den Blog sehr, offenbar schwimmen wir EDC mäßig auf ähnlicher Wellenlänge. Die Infos sind ausführlich und gut geschrieben, mein Top-Tipp!

Der GADGETEER bietet Kurzinfos zu allerlei Gadgets in englischer Sprache. Julie bietet sehr viele Reviews an, aber leider kaum eines im Detail. Ich bin nicht immer einer Meinung mit Julie was ihre Reviews angeht (wenn ich das selbe Produkt kenne, klar), aber im Groten und Ganzen dennoch eine der besten Reviewsites!

EDCREVIEWS ist leider nicht mehr aktuell, die Seite ist aber als Archiv noch Online. Kurzinfos, ähnlich dem Gadgeteer.

Außerdem sind die Foren

EDC FORUMS (ENG) (EDC in jeder Form)
MULTITOOL.ORG (ENG) (Tools und Messer)
ODOO.TV Outdoorforum und Testberichte in Videoform
MESSERFORUM.NET Messer und Taschenlampen

als Infoquellen und zur Diskussion sehr hilfreich.

Zuletzt ist auch Youtube oft hilfreich. Zu vielen Messern und Tools finden sich mehr oder weniger gute Berichte. die User nutnfancy und cutlerylover sind was Messerreviews angeht zu empfehlen, auch wenn in letzter Zeit stumpfsinniger US-Army Patriotismus und Waffenwahn zunimmt.


Freitag, 11. September 2009

Lumapower D-Mini Digital Q5

Wer, wie ich, Hunde hat, der weiß dass die auch Nachts gern mal rauswollen. Und eine nächtliche Hunderunde bei Dunkelheit ist ohne gute Lampe ziemlich witzlos. Anders als bei vielen EDC Anwendungen - Schlüsselloch suchen, Karte lesen, etwas am Boden vor sich suchen - ist dabei eine sehr helle Lampe mit guter Reichweite hilfreich. So kann man besser und rechtzeitig erkennen ob jemand entgegen kommt, oder was die Hunde mal wieder aus dem Konzept bringt wenn diese zu zerren beginnen - einen Marder 20m vor einem sieht man ohne gute Lampe nicht, aber die Hunde riechen ihn ;)

Für diesen Zweck habe ich 2 Lampen denen ich nun schon recht lange vertraue. Beides sind Lampen von Lumapower, einem kleinen chinesischen Hersteller. Die M1, eine große Lampe für 2 Cr123a oder 1x 18650 Akku, ist dabei meine erste "gute" LED gewesen, und leistet mir immer noch gute Dienste. Als EDC ist sie mir zu groß, aber sie kommt eben oft mit wenn ich vorher weiß die Lampe wird gebraucht.

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(Fenix P1, Lumapower D-Mini, Lumapower M1)

Die D-Mini um die es hier geht ist eine kleinere Lampe, aber mit breitem und tiefen Kopf. Der Reflektor der Lampe ist damit gut auf Reichweite ausgelegt, weshalb die D-Mini gemessen an der Baugröße verblüffend weit leuchtet. Auf 50m ist das Licht gut brauchbar, was trotz vieler Fabelangaben anderer Hersteller nicht von vielen kleinen Lampen ohne Optik erreicht wird.
Die Lampe benötigt 1 CR123a Zelle, die aufgrund geringer Selbstentladung ohnehin meine bevorzugte EDC Energiequelle darstellt.

Die Lampe hat 2 Modi (hell, dunkler), die mittels Clicky geschaltet werden. Lumapower gibt die Lampe mit 185+ Lumen an.

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Die D-Mini ist gut verarbeitet und stabil. Das Gehäuse aus Aluminium ist Hartanodisiert und hält Beanspruchung gut stand. Als oft genutzte und getragene EDC zeigt die D-Mini bei mir kaum Spuren.

Um ca 40.- Euro kann man die D-Mini in den USA beziehen. Meine Version, digital geregelt mit Q5 LED war bis vor kurzem das Topmodell der D-Mini Familie (es gibt andere Varianten), seit kurzem ist ein neues Flaggschiff mit 400 Lumen am Markt deren Kopf aber wesentlich breiter und weniger EDC tauglich ist. Die bisherigen Cree Q2 und Q5 Modelle bleiben erhältlich. Zwar macht der breite Kopf die Lampe weniger für die Jeanstasche geeignet, doch in der Jackentasche, Cargohose oder am Gürtel wird die D-Mini zur bequem tragbaren EDC für alle die viel Licht, kompakte Bauform und gute Reichweite für einen fairen Preis wollen.

Samstag, 5. September 2009

Benchmade Mini Griptilian 556

Hier stelle ich eines meiner absoluten Lieblingsmesser vor, das Modell 556 Mini Griptilian von Benchmade.
Das Mini Griptilian, oder kurz Grippi, ist ein EDC Folder der Extraklasse. Das von Mel Pardue designte Grippi ist ein sehr leichter Heavy-Duty Folder, der dank guter Materialien und Axis Lock fast alles mitmacht.

Das Griptilian gibt es in vielen Varianten. Mit Loch oder mit Thumbstud als Öffnungshilfe, mit verschiedenen Klingenformen, in Verschiedenen Größen, mit glatter Klinge oder Teilwelle und in vielen Farben. Das Grippi ist das Chamäleon unter den Messern. Nimmt man die modifizierten Modelle der Messermacher dieser Erde wie zB die Doug Ritter Griptilians mit anderem Stahl und Kligenmodifikation, oder die sehr schönen Griffe von Kevin Wilkins dazu, so ist der Phantasie kaum eine Grenze gesetzt. Es gibt Grippis für alle!

Hier mal ein Bild von meinem, einem Mini mit Drop-Point klinge und gelbem Griff:

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Das Messer ist - der Name sagt es - extrem griffig. Der sturkturierte Griff gibt ein sehr sicheres Griffgefühl in allen Griffarten. Beim Mini ist der Griff zwar nicht Handfülled bei großen Händen, aber dennoch sehr gut zu nutzen - so mini ist das Mini nicht!

Klingenlänge: 7,4 cm
Länge, geschlossen: 9,8 cm
Gesamtlänge: 17,2 cm

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Die Klinge ist als modifizierte Drop-Point Form sehr gut als Universalmesser geeignet, die Spitze ist spitz und das Messer Off-Box sehr scharf! Der 154CM hält die Schärfe ganz gut, und ist recht gut schleifbar. Als Messerstahl ist er dank recht hoher Härte, Schärfe, Schnitthaltigkeit und Schärfbarkeit sehr gut, obwohl in keiner Disziplin herausragend. Die Mischung der Eigenschaften machts.

Als fixierbarer Einhänder ist das Messer in DE dem Trageverbot ohne Legal Reason unterstellt.

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In der Summe der Eigenschaften ist das Mini Griptilian ein exzellentes EDC - in und außerhalb der Stadt. Nach Arthurs Schema ist es in den normalen, feinen und feinsten Aufgaben sehr gut, das Grobe liegt ihm weniger. Mit der gelben Farbe ist es leicht zu finden, und schreckt in der Stadt kaum jemanden ab. Alternativ gibt es das Messer in Schwarz, Blau, Olivgrün, Pink usw.

Wer ein stabiles EDC für alle Alltagslagen sucht, der liegt mit dem Grippi goldrichtig. Ja, es ist teuer, aber jeden Cent wert! Das große Modell ist auf Outdoors ein vollwertiger Begleiter, das kleine eher ein City EDC (wobei, das ist mein Eindruck, manche mögen auch Unterwegs eher kleine Messer). Zum Thema Outdoormesser: Sollte Arthur mal ein Fixed Griptilian auftreiben, das sollte ein hervorragendes Outdoormesser abgeben!

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