Sonntag, 26. Juli 2009

Urban Tool - Slot Baron und Slot Star






Ich schleppe ja nun bekanntermaßen viel mit mir rum. Da reicht der Platz in normalen Jeans nicht mehr, Cargohosen und Jacken sind zwar eine Stauraumlösung für Minimal EDC aber selbst die fassen nicht mehr alles. Die Lösung: Umhängetaschen.

Ich habe da eine ganz nette Kollektion. Einige Crumpler, Dakine oder VauDe sowie NoNames liegen bei mir rum und kommen mehr oder weniger oft zum Einsatz. Irgendeine Tasche ist fast immer dabei, doch noch keine konnte sich dauerhaft als EDC etablieren. Eine Tasche allerdings hat sich in den letzten paar Wochen bewährt und hat bisher noch gute Chancen diese Position zu gewinnen: Die SlotStar von Urban Tool.

Urban Tool, das ist eine junge Firma aus Wien die es sich zum Ziel gemacht hat Lösungen für die Transportprobleme des Alltags zu schaffen. Eine Serie von Taschen, Holstern und Pouches für viele Gelegenheiten zeugt von Erfindergeist und praxisnaher Kreativität.

Ich trage die Urban Tool SlotStar.

Die SlotStar ist die derzeit größte Tasche in der UrbanTool Kollektion. Im Hauptfach, durch Zipper gesichert, hat sie Platz für einen 15,4 Zoll Laptop. Oder, in meinem Fall, für ein 13 Zoll Macbook nebst einigen Papieren oder das selbe Macbook in einem Crumpler Gimp Sleeve zur doppelten Sicherheit. Die SlotStar ist zwar ein wenig gepolstert, doppelt hält aber doch besser.


Die kleinere SlotBaron fasst den Laptop auch, mit Papieren dazu wird es aber eng. Der Gimp passt gar nicht mehr. An Stelle des Zippers schließt ein Klettverschluss das Hauptfach. Egal, der SlotBaron ist dennoch Top - und nicht jeder braucht den Platz. Die Dame des Hauses jedenfalls mag ihn sehr, wie auch an der fröhlichen Farbe erkennbar ist.

Hier der Größenvergleich der beiden Taschen.

Die SlotStar ist ein wenig breiter und tiefer. Beim Tragen kaum merklich, beim beladen deutlich erkennbar. Für Freunde von UMPC wie dem eeePC gibt es noch das kleine SlotBar Modell - das Mittels Gurt auch als Hüfttasche tragbar wäre.

An der Front beider Taschen gibt es einige Fächer. Im Detail zeige ich nur die an der SlotStar.
Zunächst sind da zwei Stiftehalter. Oder besser drei, da sich die Schlaufe mit dem Label optimal als Solcher nutzen lässt. Leider sind sie nicht so tief wie sie sollten, die Sharpie und Zebra F-301 passen nicht optimal, Pilot G2 auch nicht. Etwa 1cm fehlt. Der Sharpie auf dem Bild steht für Edding und Co - also dickere Stifte die gerade so reinpassen. Voll reingeschoben steht etwa so viel wie beim Kuli daneben aus dem Fach.

Ebenfalls an der Front befindet sich ein Karabiner mit Labelanhänger. Praktisch um Zusatztaschen oder Kopfhörer zu befestigen.

Fünf Taschen runden das Bild an der Taschenfront ab. Die Taschen sind aus weichem und flexiblem Textilmaterial. Was zunächst gewöhnungsbedürftig ist (gerade für Männer) hebt sich in der Praxis positiv vom steifen Cordura, Leder oder Planenmaterial der meisten anderen Taschen ab. Das Material passt sich dem Inhalt an, so trägt die Tasche nicht mehr auf als nötig und ist meist angenehm flach. Zudem passt überraschend viel rein, dem flexiblen Material sei Dank. Leider könnte das Material wasserdichter sein, da ist der Schutz des Inhalts nicht optimal. Wie belastbar das Material in Alltag ist wird die Zeit zeigen.

In der Tasche oben links ist ein Schlüsseljojo - die Schlüssel werden automatisch eingezogen und sind verliersicher befestigt. Praktisch, auch weil der nette Gimmick herausnehmbar und separat nutzbar ist.
Neben den Schlüsseln passen auch andere Items in das Fach. Auf dem Bild sieht man eine starke LED Lampe, die M1 Cree von Lumapower. Sie passt trotz breitem Reflektor ebenso in das Fach wie mein Sony Handy.


Daneben finden ein Multitool und ein Taschenmesser Platz. Das Victorinox Spirit auf dem Bild ist ein Full-Size Tool fürs Grobe, ein Victorinox Ruckdack hat daneben Platz. Die Tasche bleibt flach, da sie sich dem Inhalt gut anpasst.

Rechts oben, neben den Stiften, findet schließlich das iPhone in der Crumpler Culchie Pouch seinen Platz. Ein zusätzlicher Stift, oder wie hier der Victorinox Schärfer, haben Platz. Notfalls auch mehr, das Material hat einige Reserven.

Links unten schließlich die größte Tasche. Sie fasst die Geldbörse, die Sonnenbrille im Blechetui und einigen Kleinkram.

Daneben etwas kleiner schließlich noch eine Tasche für Notizbuch und Stifte - oder anderen Kram. Auch Netzteil und Mouse finden in den beiden unteren Taschen locker Platz.

Die SlotBaron ist ähnlich aufgeteilt - zwar alles ein wenig kleiner, und nur 1 offizieller Stifthalter, aber im Prinzip das Selbe. Allen Taschen gemeinsam ist ein sehr interessanter Verschluss. Über den Taschen ist eine dünne Flappe aus dem selben Stoff. Sie zieht sich über die Tasche und den Inhalt und verschließt sicher. Keine Klett- Reiß- oder sonstige Verschlüsse, nur die flexiblen Flappen - und trotzdem ist alles sicher verschlossen. Ich mag Klett nicht sonderlich, das Geräusch nervt. Die Flappen hingegen mag ich sehr - lautlos, optisch ansprechend und sicher. Was will man mehr?

Hinten an den Taschen schließlich ist ein Mittelgroßes "Geheim"fach mit Reißverschluss. Praktisch und sicher.


Fazit: Ich mag die UrbanTool Taschen sehr. Sie sind sehr nah dran an dem was ich das "Optimal" für EDC betrachte - jedenfalls im Sommer. Im Herbst/Winter wird die Crumplerfraktion wieder an die EDC Stelle treten, da dann der zusätzliche Stauraum für Jacke oder Pullover interessant. Die Taschen sind sehr leicht, sehen gut aus und wirken sehr haltbar. Verarbeitung und Materialwahl sind Top!
Fürs leichte SommerEDC, also dann wenn weder Tasche noch Jacke dabei sind, und auch keine Cargohosen kann ich mir seit ich die Taschen kenne auch eines der UrbanTool Holster gut vorstellen, wohl das HipHolster. Sollte ich da schwach werden, hier gibt es dann wieder ein Review dazu ;)

Benchmade Blue Box


Messer brauchen, wie jedes andere Werkzeuge auch, Pflege. Nachschärfen muss man es ohnehin, das ist den Meisten bekannt. Doch dass man ein gutes Messer darüber hinaus pflegen sollte schon Weniger.

Gelegentliches Ölen des Messers, und nachziehen der Schrauben falls nötig, trägt dazu bei dass das Klappmesser funktioniert wie es soll. Ein gutes Hilfsmittel ist hier die Blue Box von Benchmade. In einer stabilen Hartplastikverpackung mit Klarsichtklappe und Gürtelklipp befinden sich 6 Bits und ein Bithalter/verlängerung. Der Halter wird in eine Öffnung in der Seite der Box eingesteckt, und hat so einen brauchbaren Griff um einfach schrauben zu können.

Die Bits sind je 2x die in Benchmade (und vielen anderen) Torx Größen die man an Clips, Achsen oder Schalen findet. Sollte man nicht 2 von jeder Art benötigen, so kann man jeden beliebigen 1/4 Zoll Bit in das Set ergänzen, und es so auch über die Messerpflege hinaus nutzen. Das Set kostet ca 15 Euro, und ist bei den meisten Händlern die Benchmade führen bestellbar.


Dienstag, 21. Juli 2009

T-Shirts

Ja, Kleidung ist EDC. Zumindest werden die meisten von uns täglich Kleidung tragen. Ich spare mir an diese Stelle (noch) auf spezielle Marken und Stoffe einzugehen, sondern möchte hier Tipps zur Auflockerung des Alltags und Aufhellung der Stimmung geben. Kurz: Wo bekommt man schöne, witzige Shirts her?

Eine Top Quelle ist: TEEFURY
Hier bekommt man jeden Tag ein neues Künstlershirt um schlappe 9Dollar (plus leider 9 Versand, was aber dank günstigem Wechselkurs immer noch fair ist). Jedes Shirt ist exakt 24h verfügbar, dann ist es für immer weg. Also ein Shop für Kurzentschlossene, langes Zögern geht hier nicht. Die Shirts sind hochwertig, die Drucke gut und die Lieferzeit mit ca 2 Wochen aus den USA ok. Zwar gefällt nicht jedes Design, aber so 2-3 im Monat reizen mich dann schon immer sehr zum Kauf.

Wer es noch persönlicher mag, der lässt drucken. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe von Anbietern die mittels einfachen Editoren das Erstellen eigener Ideen im Internet zulassen, und die Shirts dann drucken und liefern.

Zum Abschluss: Zu vielen der beliebten Webcomics gibt es Fanshirts. Unter http://www.topatoco.com gibt es Shirts zu einigen der beliebteren Englischsprachigen Comics, Nichtlustig.de liefert Comics, Shirts und mehr direkt aus Deutschland in toller Qualität. In diesem Sinne: Lockert den Alltag auf, und zeigt der Welt die bunte Seite!

Montag, 20. Juli 2009

Spyderco Dragonfly




Ja, ich gebe es zu, dieser Blog ist Spydercolastig. Liegt daran, dass ich hier eben mein EDC vorstelle, und da sind Spyderco und Victorinox dominant. Sorry.

Heute will ich mal eines der großen kleinen Messer vorstellen. Die "little big knives" sind eine Messerlinie von Spyderco wo es darum geht kleine und leichte EDC Messer herzustellen die maximalen Praxisnutzen haben. Eines der Aushängeschilder der Serie ist das Dragonfly.

Spydercos Libelle vereint den sehr guten VG10 Stahl mit einem FRN Griff. Modellvarianten in Stahl und G10 erlauben dem Konsumenten die freie Wahl, auch Wellenschliffvarianten sind verfügbar. Das Dragonfly liegt trotz der geringen Größe sehr gut in der Hand. Die scharfe Klinge aus Vg10 ist sehr dünn, was zwar nicht optimal im Sinne maximaler Stabilität ist, aber der Schneidleistung ebenso zu gute kommt wie der Flachschliff. Der Taschenclip ist fester Bestandteil des Griffes und für rechtsseitiges Tragen fixiert.

Die geringe Größe und das freundliche weiß dieser Version (andere Farben verfügbar) lassen kaum jemanden erschrecken, das Messer ist sehr sozialverträglich. Für die meisten EDC Aufgaben reicht die kurze Klinge, als einziges EDC würde ich das Dragonfly dennoch nicht empfehlen. Es ist ein Backupmesser fürs feine, mit Wellenschliff wohl die ideale Ergänzung zum großen Folder. In Summe mal wieder ein rundes Angebot von Spyderco, auch wenn mir ein umsetzbarer Metallclip lieber wäre.

Samstag, 18. Juli 2009

Spyderco Moran Featherlight





In manchen Situationen sind Klappmesser, so praktisch sie auch sein mögen, nicht die beste Wahl. Feststehende Messer sind in der Regel einfacher zu reinigen, mangels beweglicher Teile robuster und zuverlässiger. Das erkauft man aber mit der größeren Bauform - kein Licht ohne Schatten!

Ein großartiges Fixed für EDC und leichtere Outdooraufgaben ist das Spyderco Moran. Oder besser DIE Spyderco Moran, denn Spyderco bietet 2 Klingenformen an, eine Droppointklinge und eine Bowieform mit hochgezogener Klinge. Letztere ist Inhalt dieses Berichts.
Das Moran hat eine Klinge aus VG10, die sehr gute Schnitthaltigkeit mit guter Schärfbarkeit und feiner Schneide vereint. An der Klinge befindet sich ein Kuststoffgriff mit gummiartigen Einlagen zur Verbesserung der Griffsicherheit bei Nässe und Kälte - das Messer liegt immer sehr sicher und angenehm in der Hand.
Das Moran wurde als Jagdmesser konzipiert, ist aber ein Top Alltagsmesser. Die recht dünne Klinge ist für die meisten Schneidaufgaben, vom Brief bis zur Wurst gut geeignet, die Scheide aus Kydex hält das Messer sicher und ist mittels TekLok in verschiedenen Positionen am Gürtel tragbar. Ohne TekLok passt das Messer auch in Cargotaschen oder weitere Hosentaschen. In der Jeans ist das Messer in der Tasche etwas unbequem, aber auch da wäre es diskret und erträglich in der Tasche tragbar.
Apropos tragbar: Da die Klingenlänge des Moran deutlich unter 12cm liegt ist das Messer auch in Deutschland problemlos tragbar - ein echter Vorteil!

Fazit: Um rund 95 Euro liefert Spyderco ein rundes Gesamtpaket, ein Allroundmesser für Wald und Stadt.


Freitag, 17. Juli 2009

BaliYo




Stifte gibt es viele, Spielzeuge auch. Die Kombination aus beidem schon seltener, und aus dem Hause Spyderco nur einmal. Der Baliyo

Der Baliyo ist ein Stift mit Mine aus dem Hause Fisher. Also, der Kenner weiß es schon, ein "Space Pen" der Dank seiner Gasdruckmine fast immer und überall schreibt. Die Tinte ist Fisher typisch nicht die Beste, das Schriftbild dem entsprechend, aber immerhin: Er schreibt zuverlässig!

Nun schreibt fast jeder Stift, und um die fast 40 Euro die der BaliYo hierzulande kostet bekommt man bereits wesentlich bessere Stifte (und davon mehrere Stück), also sollte das Ding besser noch was drauf legen. Spyderco spendierte dem Stift zwei Flügel. Oder anders formuliert: Der BaliYo ist der Butterflystift, der die in DE illegale Butterfly oder Balisong Klinge durch den Stift in der Mitte ersetzt - und so ein nettes Spielzeug ergibt. Nun lässt sich mit dem Stift durchaus kurzweilig spielen und man kann, auch dank beiliegender Anleitungs DVD, Tricks damit lernen, nur, schreiben ist aufgrund der Flügel eher unbequem. Der BaliYo ist ein teures Spielzeug, das zwar Spaß bereitet, aber aufgrund des Preises in Europa hier keine Empfehlung bekommt.


Samstag, 11. Juli 2009

Gerber Vise



Gerber Vise


Manchmal ist ein Tool im Alltag ganz praktisch, aber ein "echtes" Multitool zu schwer. In diesen Fällen leistet ein Schlüsselring Tool gute Dienste, doch wie unterscheidet man Ramsch von guter Qualität?
Neben Leatherman bieten auch SOG und Gerber durchaus hochwertige Minitools an. Sie basieren, wie von Leathermans Squirt Reihe bekannt, wahlweise auf Scheren oder Mini Zangen und haben meist nur minimale Tool Ausstattung. Der neueste Vertreter der Gattung ist Gerbers Vise.
Das Vise ist der legitime Nachfolger von Gerbers Erfolgsmodell Clutch. Noch sind die beiden Tool parallel zu haben, auf Dauer wird das Vise wohl die Nachfolge übernehmen. Wie auch beim Clutch (Shortcut) gibt es beim Vise einen Bruder mit Schere statt Zange (Splice).

Das Vise ist in mancher Hinsicht traditionell. Wie die Konkurrenz kommt es mit federunterstützter Zange, kleiner Klinge, Nagelfeile und ein paar Schraubern. Das ist die übliche Ausstattung, nichts Neues. Die Zange ist bissig, auch feine Haare greift sie sicher. Zudem ist sie stabil genug für Kleinigkeiten wie Dartspfeile aus der Scheibe ziehen.
Die Klinge ist, anders als bei Leatherman, symmetrisch geschliffen, was mir wesentlich besser gefällt. Leider ist sie off-box nicht grade scharf, was aber der Sharpmaker schnell ändert.
Die Nagelfeile ist sehr fein, und hat dem entsprechend kaum Abtrag - das kann Leatherman besser!



Innovationen bietet das Vise in zwei Bereichen. Zum Einen bietet das kleine Tool eine Wellenschliffklinge zusätzlich, was sich im Alltag oft bezahlt macht, zB wenn es um hartnäckige Blisterverpackungen geht.
Zum anderen hat der Flaschenöffner 2 Auflagepunkte, was verhindert dass er sich wie bei vielen Minitools in den Kronkorken bohrt.



Leider ist die Verarbeitung des Vise nicht ideal. Die Tools sind im Neuzustand teilweise schwer zu öffnen, das Tool wirkt zwar stabil aber wenig hochwertig. Darüber tröstet der niedrige Preis - da der US Preis dem des Clutch entspricht sollte es auch in der EU auf ähnlichem Niveau, also um die 20 Euro landen. Um diesen Preis bekommt man im Inland kaum ein besseres Tool, das Squirt kostet das Doppelte.

In Summe ist das Gerber Vise ist praktischer Begleiter, und eine Empfehlung wert.

Freitag, 10. Juli 2009

Spyderco UKPK


In manchen Ländern ist das Tragen von Messern mit bestimmten Eigenschaften untersagt. So sind zB Balisongs oder Butterflymesser, Springmesser, OTF und Dolche in vielen Staaten verboten. Aber auch die Messer die an sich legal sind unterliegen oft Einschränkungen.

In Österreich sind zwar all diese Messertypen legal und ohne Einschränkungen tragbar, doch kann es auch hier nicht schaden den Markt der Messer die fast überall legal tragbar sind zu kennen.
Das Spyderco UKPK ist so ein Messer. UKPK steht für United Kingdom Pen Knife, also Taschenmesser für Großbritannien. Dort sind verriegelnde Messer verboten (in Deutschland zB unterliegen sie Tragebeschränkungen), weshalb Spyderco dieses Messer produziert. Das UKP=K hat keinen Verschluss, die Klinge wird nur durch die Spannung der Rückenfeder, wie beim Schweizermesser, gehalten. Sollte die Klinge zuschnappen sorgt ein weiterer Stopp bei 90° für etwas mehr Sicherheit.
Das UKPK kommt Spyderco typisch mit einer sehr scharfen Klinge, in diesem Fall aus Golden, USA. Kenner erraten es schon: Ein Spyderco aus den USA; das wird meist eine Klinge aus S30V haben - und liegen damit richtig! Der Stahl ist sehr schnitthaltig und wird gut scharf. Mit etwas Übung und dem richtigen Equipment ist er auch gut schärfbar, es dauert allerdings etwas länger als bei weicheren Stählen.

Das UKPK ist alltagstauglich geformt, der Griff aus G10 in freundlichem Orange macht es auch souial verträglich. Die Blattförmige Klinge ist sehr praktisch und den meisten Schneidaufgaben gewachsen.

In Summe ist das UKPK ein sehr ausgewogenes Messer, das einen fast vergessen lässt dass es eben keinen Lock besitzt. Dennoch, solange ich das hier noch darf bleibe ich wohl doch lieber bei Einhandmessern MIT Lock - und merke mir das UKPK als Alternative für Reisen ins Ausland.

Montag, 6. Juli 2009

CRKT ZILLA JR.


Auf dem Multitoolmarkt liegt der Schwerpunkt klar auf Tools mit klappbaren Zangen und mehreren Werkzeugen im Griff. Columbia River Knives and Tools, kurz CRKT, ist mit seinen Tools einen anderen Weg gegangen. Die Tools Zilla und Guppie waren anders, und haben vielleicht gerade deshalb sehr schnell einen Markt für sich erschlossen.
Aufgrund des Erfolges kamen nach einem Jahr dann die kleinen Versionen der beiden Tools, die Jr. Versionen. Sie vereinen nun gute Funktionalität mit wesentlich besserer Alltagstauglichkeit.

Gerade beim hier vorgestellten Zilla Jr. ist das sehr hilfreich. Das Original Zilla ist groß und schwer. Es ist zwar ein ausgezeichnetes Tool für alle die eine sehr stabile Zange brauchen (die starre Konstruktion der Zange macht sie wesentlich robuster als die klappbaren Varianten), aber schwer und sperrig. Kein Alltagstool im EDC Sinn also.
Das Zilla Jr. ist gleich aufgebaut, aber wesentlich leichter. Die Zange ist ebenfalls starr und stabil, dank federunterstützung zudem sehr angenehm in der Nutzung. Die Klinge ist aus aus 3CR13MoV Stahl, der zwar nicht zu den besten Stählen gehört, aber durchaus seinen Zweck erfüllt. Die Klinge öffnet flott der Flipper, und verriegelt mittels Linerlock. Über Sinn und Unsinn von Teilwellenschliffen lässt sich trefflich streiten, an einem Tool ist der Wellenschliff meiner Ansicht nach schon allein zum Zerkleinern von Kartons sinnvoll.

Das Zilla Jr. hat zudem 2 Bits an Bord. Leider sind diese nicht in Standardgröße, da CRKT hier bei der Schrumpfung des Zilla einen Kompromiss eingehen musste. Sollten die Bits also verloren gehen, oder man andere Bits eher benötigen, so gestaltet sich die Suche nach Ersatz schwierig. Klares Minus!
Der Bithalter am der Zange gegenüber liegenden Ende des Tools hält die Bits per Magnet. Nicht grade bombenfest, aber ausreichend sicher.

Zuletzt hat das Zilla Jr. noch einen sehr strammen Pocketcilp, der nur auf rechtsseitiges Tip-Down tragen ausgelegt ist.

In Summe liefert CRKT ein sehr gutes Taschentool für all jene ab, die in erster Linie eine Zange und die Klinge brauchen. Anwender von Skeletool, Freestyle oder Gerber Crucial finden hier eine gute Alternative.