Sonntag, 3. Mai 2009

Spyderco Police





Ihr fragt euch wieso euch dieses Review und die Bilder bekannt vorkommen? Kann sein, und würde mich freuen, denn ich habe schon einige Reviews bei Odoo.tv und im Messerforum eingestellt. Diese werde ich - eventuell adaptiert - auch hier einstellen, künftig hier im Blog bevor sie wo anders auftauchen (oder gleich exklusiv). Die Bilder und Texte sind aber - es sei denn ich gebe klar Quellen an - mein Eigentum und von mir gemacht/verfasst.

Seit 1984 baut die Marke mit der Spinne das Police Modell. Kleinere Änderungen was den Klingenstahl angeht gab es in der Zeit, das Wesentliche aber ist seit 25 Jahren gleich geblieben, und macht das Police zu einem Evergreen unter den modernen Klappmessern. Grund genug um sich das Messer genauer anzusehen. 


 

Das Spyderco Police wurde, der Name sagt es, für US Amerikanische Polizeieinheiten entwickelt. Bei denen, aber auch auf dem zivilen Markt, wurde es schnell zum Hit. Hier mal die technischen Daten. Klingenlänge: 104mm Länge geschlossen: 135mm Länge offen: 240mm Gewicht: 159g Klingenstahl: VG10 Das Messer besitzt einen Clip der für rechtsseitiges tragen Tip down gedacht ist. Aber auch ich als Linkshänder habe keine Probleme mit dem Messer, für jene Linkshänder die die Trageweise stört gab es eine Sonderversion die aber kaum noch zu finden ist. Der Clip ist verschraubt und sitzt sicher. Die Klinge ist aus rostfreiem VG10, wie die meisten Spyderco. Das Messer wird in Seki, Japan, gefertigt was für allerhöchste Qualität bürgt. Da klappert nix, da wackelt nix, das Messer ist einfach perfekt verarbeitet. (Siehe Nachtrag am Beitragsende)  
Die Klinge an meinem Police besitzt durchgehend Spydercos Wellenschliff, die Spyderedge. Ich bin an sich kein Freund von Wellenschliff, aber am Police musste er meiner Meinung nach sein, das ist eine Stilfrage :p Es gibt das Messer aber auch mit Teilwelle und glatter Klinge, je nach Geschmack. Ich habe mit dem Wellenschliff im Alltag gute Erfahrungen gemacht, er ist sehr scharf und gerade beim Schneiden von Seil, Karton aber auch bei Plastikverpackungen von Vorteil. Beim Schnitzen und beim Schneiden mancher Lebensmittel (Fleisch) stört er eher, bei Hartwurst wiederum ist er super. Spydercos VG10 ist bekanntermaßen immer sehr schnitthaltig, durch den Wellenschliff gewinnt es in dieser Wertung noch mehr. Aber: Nachschleifen ist ohne Sharpmaker, Duckfoot oder Diamant (Keramik) Feilen nicht einfach, da muss das passende Werkzeug und Übung her. Mit Byrd Duckfoot und Spyderco Sharpmaker geht das trotzdem flott und mit gutem Ergebnis. Ich weiß nicht ob weitere Spyderedge Messer folgen werden, oder doch die glatte Klinge das Mittel der Wahl bleibt, aber das Police passt mir mit Welle sehr gut. Nettes Messer. Neben der scharfen Klinge ist auch eine sehr ausgeprägte Spitze Markenzeichen des C07. Nadelspitz und doch stabil ist sie im Alltag gut nutzbar und verleiht dem Police eine elegant-martialische Optik. Das Messer verriegelt bombenfest und quasi spielfrei über einen Backlock. Es lässt sich leicht einhändig öffnen, oder auch aufschleudern. Auch das einhändige Schließen klappt. Übung vorausgesetzt, sonst blutet der Anfängerfinger. Angesichts der Größe überrascht auch wie angenehm sich das Police tragen lässt. Es ist superflach, trägt nicht auf, und lässt sich kaum fühlbar in der Jeanstasche tragen. Die Befürchtung dass ein so großes Messer stören könnte war umsonst - toll gelöst Spyderco! Das Messer liegt gut in der Hand, doch ist der Stahlgriff mit feuchten Händen etwas rutschig. In trockenen Händen und auch mit Handschuhen liegt das Messer sicher und gut. Dass der abgerundete Griff aufgrund seiner Form und Länge theoretisch als Kubatonersatz dienen kann sei der Vollständigkeit halber erwähnt. Zum Abschluss die Varianten: Es gibt das Police wie erwähnt in 3 Klingenvarianten, in der E-Bucht findet man eventuell auch noch alte Modelle mit anderem Stahl oder die Linkshänderversion. Spyderco hat zudem auch eine neuere Version mit anderer Klingenform und G-10 Griffen im Angebot, die noch größer ist. Bericht dazu und Bilder kann ich gern mal einstellen. Wem das Police zu groß ist, der ist mit dem kleineren Modell Rookie gut bedient. Fazit: Das Police gefiel mir schon lange, und doch habe ich lange mit dem Kauf aufgrund des Preises gewartet. Nach der IWA und ausgiebigem bespielen war klar, das Messer muss her. Und ich trage es seitdem gern und bin froh es gekauft zu haben, das Police ist ein grandioses EDC und jeden Cent wert. Wer in den USA bestellt kann zudem gut sparen, daher: KAUFTIPP!!!



Nachtrag: Mit der Zeit entwickelte mein Police minimales Klingenspiel in alle Richtungen. Das ist beim Backlock nicht unüblich, aber schade in dieser Preisklasse.


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