Sonntag, 31. Mai 2009

Gerber Artifact

GERBER ARTIFACT


In der Welt der Multitools haben sich 2 Bauarten weitgehend durchgesetzt:

Die Zangenbasierten Tools, alá Leatherman und Co

und

Die Schweizer Offiziersmesser und deren Varianten.

Diese beiden Richtungen sind bekannt, beliebt und weit verbreitet, daneben gibt es nur wenige Exoten die andere Wege gehen. Langesam aber sicher setzt sich aber eine dritte Klasse durch, die der "Prytools". Sie basieren auf einem flachen Stück Stahl mit Mini-Brecheisenfunktion, und sind so geformt dass die Ecken oft als Schraubendreher dienen können, oder Flaschenöffner, Klingen, Schaber, oder Schraubenschlüssel integriert sind. Kurz: Flache, kleine Multitools. 

Fast allen gemeinsam ist, dass sie als Gadgets aus den Werkstätten bekannter oder weniger bekannter Messermacher kommen, und daher meist recht teuer sind. Genau da setzt Gerber an, und bringt mit dem Artifact das Prytool für Alle. 
Das Artifact ist mit einer wechsel- und klappbaren Skalpellklinge ausgestattet. Diese verriegelt offen über einen Linerlock. Das hält sicher, und macht das Tool zum Paketöffner und Brieföffner - viel mehr kann die Miniklinge im Alltag nicht. 
Das Tool ist ganz aus Metall und kann durchaus dazu dienen kleinere Hebelarbeiten zu verrichten - Prybar eben. Die Lackdose öffnen oder mit dem integrierten Nagelzieher Nägel entfernen geht super, das Tool hält und hat Reserven. Der Flaschenöffner an der Seite, sowie die beiden als Seiten des Nagelziehers angelegten Schraubendreher funktionieren auch, wobei das Tool bei versenkten Schrauben konstruktionsbedingt versagt. 
Der Phillipsschraubendreher am Ende funktioniert besser als aufgrund der eher flachen Form erwartet. 

Kurz: Das Artifact ist ein brauchbares Tool für den Schlüsselbund oder die Hosentasche. Um nicht einmal 10 Euro kann es viel und ist stabil. Kauftipp!


Donnerstag, 28. Mai 2009

Kaweco Sport

Kaweco Sport

Die im 19. Jahrhundert gegründete Firma Kaweco ist auch heute noch eine Herstellermarke, die hochwertige Füllfederhalter herstellt. Hier wird deren Modell Sport in der Standard-Variante vorgestellt. Mit geschlossenen 10,6 cm, ohne Kappe 10,1 cm, mit rückwärtig aufgesetzter Kappe 13,3 cm und nur 10,7 g ein Leichtgewicht, liegt der Füller in kleinen Händen führig in der Hand; die Hemdtaschentauglichkeit ist damit ebenso gegeben. Steckt man die Kappe beim Schreiben auf, hat man durch die achteckige Form und den doch großen Durchmesser einen ausgesprochen handtauglichen Auftritt. Wegen der eingeschränkten Länge passt jedoch nur eine Standard-Patrone in den Füller.

Gefertigt aus schwarzem Kunstharz, hat der Stift an den richtigen Stellen Riffelungen erhalten um die doch manchmal fester werdenden Gewinde öffnen zu können. Die kappe wird mittels Doppelgewinde festgehalten, welches noch ausreichend Umdrehungen besitzt, um trotz einem nachgebenden Anschlag weiter festzuhalten. Anfangs wird eine Umdrehung für das Schließen benötigt, was ausreichend ist, um die Kappe sicher zu halten und nicht zu viel, sich bei jedem Öffnen einen Wolf zu drehen.

Wie schon erwähnt, findet der Füller auch in kleinen Taschen Platz, kann aufgrund Fehlens eines Clips immer mal wieder tiefer und länger suchen. Clips für die Sportlinie mit Füller, Kugelschreiber und Bleistiften sind aber einzeln erhältlich. Die Kappe hält sehr gut sowohl im geschlossenen als auch im Schreibzustand, was eine angenehme Verlängerung darstellt, um entspannt schreiben zu können.

Angeschafft habe ich mir den Fülli, da mein vorheriger Lamy, der schon um die 10 Jahre im harten Schul- und Unieinsatz diente, einiges Problem hat, die Tinte von den Fingern zu halten; insbesondere im geschlossenen Zustand hat er in der Kappe rumgesaut, was sich beim nächs
ten Benutzen stark auf das Erscheinungsbild der Finger auswirkte. Beim Kaweco wird derartiges recht gut mittels einer die Schreibfeder vollständig bedeckenden Hülle innerhalb der Kappe unterbunden. Dadurch wird auch ein Austrocknen vermieden.


Leider sprang die Feder anfangs nicht gern an und gab keine Tinte ab. Dies hat sich aber schon gelegt. Die gegenüber einem stählernen Stift ausgeprägtere Anfälligkeit des Makrolon-Kunstharzes machen sowohl Preis als auch Größe und Führigkeit wett. Für Schreiber, die "mehr" in der Hand haben wollen, gibt es noch Sondereditionen in anderen Farben und auch eine Metallausführung, jene auch mit Clip.


DANKE AN TYPO FÜR DEN GASTBERICHT! Woz

Montag, 25. Mai 2009

Leatherman Juice SC2


LEATHERMAN JUICE SC2

Es ist da. Nach einiger Wartezeit frisch aus den USA: Mein Leatherman Juice SC2 SC2? Ich höre die informierten Toolfans schon frohlocken, da irrt er der Woz. Es gibt kein SC2. Stimmt, eigentlich. Es gibt das Juice mit Korkenzieher und 2 Lagen als C2, mit Schere und 2 Lagen als S2 und mit beidem und 4 Lagen als CS4, das hat dann auch Säge und Ahle dabei. Ein SC2 gab es nie, sagt die Leatherman Website. Und doch, man glaubt es kaum, ist der Tool Riese Leatherman flexibler als man denkt. Und bietet, Stückzahlen vorausgesetzt, "Sonderedititonen" an - soll heißen Tools die nur über eine Ladenkette vertrieben werden. Unter den Juice Modellen gibt es 2 solche Sondermodelle, das Juice Pro, ein XE6 mit Pinzette und Hakenklinge extra (nennt sich foil cutter) und eben das SC2. Das vereint Korkenzieher und Schere wie das CS4, lässt aber Ahle und Säge weg, was Gewicht einspart und das Tool schmaler macht - in zahlen 130g vs 156g beim CS4. Gut, nun zum Tool selber. Das SC2 ist ein sehr kompaktes Tool - es ist etwa so groß wie ein kleineres Klappmesser. Hier Bilder um die Größe einzuschätzen: Die Messer (Spyderco Dragonfly, Fällkniven u2) und Tools kennt ihr schon aus meinen Usertests - und sind eher kleine EDC. Ist das kleine Juice überhaupt ein richtiges Multitool, oder mehr Schlüsselringspielerei wie das Squirt? Naja, die Zange ist gut, sie ist zwar dünn, aber öffnet weit - weiter als das große Spirit von Victorinox sogar.


Juice VS Spirit 1
Juice VS Spirit 2

Die Klinge ist lang genug, die Schere größer als alle anderen Multitool oder Taschenmesserscheren die ich kenne (und das sind einige) und die Schraubenzieher sind stabil genug.




Apropos Schraubendreher, da bietet das Juice 3 flache, Klein, Mittel, Groß, und einen Kreuzschlitzschraubendreher. Kein Werkzeug verriegelt, aber die Federspannung ist recht stark - Einklappgefahr gering. Hat diese eierlegende Wollmilchsau Schwachstellen? Klar, genug! Die Klinge ist aus 420er Stahl - und damit nicht grade Schnitthaltig. Ja, es ist einfach zu schärfen, aber hält die Schärfe eben schlecht. Manch einen stört das nicht, aber es nervt. Der Dosenöffner ist ein Witz. Er soll, so der Plan, als Dosenöffner, Flaschenöffner und "Assistent" beim Korkenziehen dienen.

Man stelle sich das so vor: Bei einem Kellnermesser klappt man neben der Spindel ein Werkzeug aus, das am Flaschenrand angesetzt wird und als Hebel dient. Der Kellner kann nun einfach und elegant die Flasche öffnen - der Hebelwirkung sei Dank. Das selbe will auch das Juice können - mit Betonung auf "WILL". Da der Hebel nur an einem Punkt aufsitzt rutscht er munter rum und nervt tierisch. Die klassische Methode - reindrehen - ziehen - offen - ist weniger elegant, funktioniert aber besser.

Durch derlei Spielerei musste das Werkzeug seltsam geformt werden. Nicht umsonst trennt Victorinox Dosen- und Flaschenöffner wann immer möglich. Der Flaschenöffner am Juice tut seinen Dienst brave, der Dosenöffner ist aber brutal stumpf. Wieso? Wäre er geschliffen, dann würde er beim Flaschen öffnen den Kronkorken zerstechen. Daher ist er stumpf - und öffnet keine Dosen. Mit viel Druck und Plage geht das wohl, aber das geht am Sinn vorbei. Schade! Gerade bei Camping und Outdooreinsatz wäre ein Dosenöffner der was taugt nett.

Weitere Schwächen: Eine Griffschale ist etwas dicker, aber das ist bei allen Juice so. Und der Preis ist hierzulande happig, geht bei 63 Euro für das Modell C2 oder S2 los, und endet weit jenseits der 100 für das XE6. In den USA weit billiger, klar. Mein Fazit? Hm, das Juice ist an sich das was ich wollte. Klein, leicht, gute Zange und Schere. Der Preis den ich bezahlt habe ist sehr angemessen. Und das Tool gut einsetzbar als EDC ebenso wie unterwegs. Auf Tour wäre der Dosenöffner besser scharf, aber das läßt sich selber bewerkstelligen. Und manch einer wird sich andere Werkzeuge daran wünschen (Säge zB) was man mit anderen Modellen bekommen kann. Also alles Kleinigkeiten, die das ansonsten runde Bild kaum stören. Das SC2 ist ein gutes EDC Tool, und empfehlenswert.


Sonntag, 24. Mai 2009

Spyderco Persian 75mm

SPYDERCO PERSIAN 

Was ich an Spyderco sehr schätze ist der Mut zur Innovation. Spyderco experimentiert gerne mit Materialien, Designs und Klingenformen. So finden sich immer wieder traditionelle Klingenformen aus allen Teilen der Welt in Spyderco Designs wieder. 

Eines dieser Modelle ist das Persian, designed von Ed Schempp, der einige dieser Ethno Messer für Spyderco entworfen hat. Das Persian basiert auf alten Persischen Klingen, und weist eine gebogene Klinge mit sehr ausgeprägter Spitze auf. 



Das Messer hat eine Klinge aus VG-10, wie die meisten in Seki City, Japan, hergestellten Spydercos. Der VG-10 ist recht hart, nimmt eine gute Schärfe an und hält diese lange, ist gut schärfbar und sehr rostresistent. Schleifen sollte man dennoch können, denn wird VG-10 einmal wirklich stumpf, dann dauert der neue Anschliff ohne Maschinen ewig. Lieber am Sharpmaker oder Stein immer scharf halten als neu schärfen, das ist hier die Devise - aber das sollte sie bei allen Messern sein. 

Der Griff des Messers ist aus Micarta mit Stahlbacken. Wie alle Edelstahlgriffe bei Spyderco neigen die Backen dazu beim normalen Tragen rasant zu verkratzen. Schade, aber kein Beinbruch, das Messer ist bei mir ein User und das darf man ruhig sehen. Das Messer hat einen schwarzen Clip mit goldener Spinne, der allerdings nur für rechtsseitiges tragen Tip-Up geeignet ist. Als Linkshänder würde ich freie wahl bevorzugen, aber mehr Löcher würden dem Design schaden. Man gewöhnt sich dran, wie auch das Police verwende ich das Persian eben mit rechts. 

Der Lock und das Öffnungsloch sind für beide Hände gleichermaßen geeignet, einzig der Clip schränkt die Ergonomie für Linkshänder ein. Ansonsten ist der Griff sehr angenehm und erlaubt viele Griffpositionen.





Fazit: Das Persian ist ein sehr gutes EDC mit hoher Alltagstauglichkeit. Die exotische Klingenform schränkt die Nutzbarkeit nicht ein, im Gegenteil. Das Persian zeigt sich den meisten Aufgaben gewachsen, und sieht zudem edel aus. 

Samstag, 16. Mai 2009

Crumpler The Culchie




The Culchie aus dem australischen Taschenparadies Crumpler ist eine Einsteckhülle für iPod Touch und iPhone. Außen festes Nylon, innen flauschiges Futter schützt es das Telefon vor Kratzern und Co. Auch einen Sturz dämpft die Hülle etwas ab.

Da das iPhone leider nicht so 100% kratzfest ist wie beworben ist die Hülle sehr sinnvoll um den Screen zu schützen - und sieht nebenbei gut aus, wie von Crumpler gewohnt. Ausgezeichnet auch die Verarbeitung.
Mit 19 Euro ist das Culchie nicht billig, aber die Qualität stimmt. Wer iPhone oder iPod sicher transportieren will ist mit dem Produkt gut bedient. 


Freitag, 15. Mai 2009

Airmen Beans


Da sitzt man den ganzen Tag im Büro/im Auto/am PC und wird müde. Was hilft?

Kaffee: Aber der macht nervös oder wirkt nach einer Weile gar nicht mehr.

Red Bull und Co: Klar, aber die sind nicht jedermanns Sache und teuer.

Koffeintabletten: Geht das nicht sanfter?

Energy Bonbons und Gums: Wirkstoffgehalt? NULL!

Was bleibt sind Airmenbeans. Die kleinen Energiespender aus der Apotheke sind - laut Hersteller - aus dem Mist der Südamerikanischen Piloten des frühen 20 Jhdt. gewachsen, die  sich mittels Pastillen aus Kaffee, Guarana und Zuckerrohr wach hielten.
Mit den selben Zutaten kommen nun aus Österreich die Airmenbeans, zu haben in jeder Apotheke. Rezeptfrei, logisch.

Nun sind die Pastillen zwar lecker, schmecken herb nach Kaffee, aber nicht grade stark. Gerade mal 4,25mg Koffein gesamt (Guarana und Kaffee) pro Pastille. Dennoch, Airmenbeans sind als Pastillen leicht mitzunehmen, schmecken gut, und wirken, wenn auch nicht sehr stark. Auf langen Autofahrten immer wieder mal eine Pastille wirkt aber besser als schnell ein starker Kaffee, und dann lange nichts. 

Fazit: Mit 2,90.- pro Tüte mit 21 Pastillen sind Airmenbeans nicht billig, aber lecker. Als Energiespender im EDC oder Survival Kit sowie einfach im Büro und Auto jeden Cent wert.

Mittwoch, 13. Mai 2009

Fenix P1






Diese Lampe ist nicht die aktuellste. Die P1 Pocket Rocket hat schon ein paar Monate auf dem Buckel, sie hat den Ruf des Herstellers Fenix als Qualitätsproduzent mit begründet. 
Alt (2007) ist bei Lampen relativ. Die LED Technik entwickelt sich rasant, eine Zeit lang erinnerte sie an die Anfänge des Microprzessorbooms wo jedes Quartal neue Rekorde gebrochen wurden. Zwar flaut der Entwicklungsboom etwas ab, aber es tut sich immer noch viel.

Meine P1 leistet 55 Lumen und wird mit einer CR123a Zelle betrieben. Sie hat nur einen Modus und wird mittels Drehschalter aktiviert.

Neben der aktuellen P1 mit bis zu 180 Lumen und 5 Modi wirkt das antiquiert, hat aber immer noch seine Berechtigung. Ich hasse das Interface der neuen P1, 5 Modi über Drehschalter sind in meinen Augen hirnrissig. Der eine 55 Lumen Modus gefällt mir besser, er bietet brauchbare Helligkeit und Laufzeit bei simpelster Bedienung. Ich habe Multimode Lampen die ich mag, aber mit Clicky Schaltern. Bei Twisty ist mir ein Modus lieber. 



Ansonsten ist die Lampe stabil, recht gut verarbeitet (heutige Modelle sind wesentlcih gereift, aber schon die P1 war gut), Taschentauglich klein und leicht. Wasserdicht genug im EDC Einsatz dazu, kurz: eine gute Begleiterin im Alltag, handlich und ohne Allüren. 


Minimalismus

Es gibt nicht nur ein EDC pro Person. Klar, streng nach dem Wortsinn ist das was wir WIRKLICH jeden Tag tragen sehr wenig. Geldbörse, Handy, vielleicht noch eine Uhr. Schlüsselbund mit ein paar Gadgets.

Die Handtaschen tragende Damenwelt hat es da leichter. Im Gegensatz zu den meisten Taschen die Männer tragen hat die Handtasche oft Universalnutzen und geht immer mit. Die Männertasche selten. Ich zB habe eine Tasche für meinen Arbeitsalltag, die FAST immer dabei ist. Wenn ich aber abends auf ein Bier gehe, dann bleibt die im Auto oder zu Hause. Und dann? 

Mit der Tasche sind viele EDC Begleiter weg. Multitool, SAK, FAK, Notizbuch, Laptop, Stifte (die meisten, einer ist immer dabei) und so weiter sind damit nicht mehr in Reichweite. Was bleibt ist das MinimalEDC, das was man am Körper trägt.

Das darf ruhig variieren, nur weil man eine Uhr, ein Messer, eine Lampe nicht jeden Tag trägt schliesst das nicht aus dass sie zum EDC gehört - wichtig dafür ist nur dass (fast) immer eine Uhr/ein Messer /eine Lampe am Mann sind. Ob immer die selbe oder 20 verschiedene ist egal.

Hier mein Minimalsetup:

Schlüssel: Auto,Wohnung, Lanyard, Tactical, AAA Lampe und Kugelschreiber. Immer dabei
Handy: iPhone, damit Handy, PDA und iPod in einem.
Messer!
meist kleine CR123a Lampe
Geld und Kreditkarte
Uhr

Fertig. Meist habe ich MEHR dabei, aber kaum jemals WENIGER. Das ist das Minimum dessen womit ich  mich aus dem Haus wage. Fehlt aus irgend einem Grund einer der Gegenstände, dann stört mich das. Nackt ohne das EDC ;)

Sonntag, 10. Mai 2009

Spyderco C133 Bug




So klein, und schon so scharf. Das C133 Bug ist das kleinste Messer im Spyderco Produktportfolio. Nebenbei auch das billigste. Was man aber kaum merkt. 
Denn die Verarbeitung des Bug ist sehr gut, man würde nicht vermuten dass der Zwerg aus China kommt. Das Messer ist frei von störenden Graten, die Klinge Off-Box scharf und selbst kritische Zeitgenossen finden kaum ein Haar in der Suppe. Einzig der Klingenstahl dürfte besser sein, hier kommt chinesischer 3 CR 13 MoV zum Einsatz. Andererseit, ein Heavy User ist das Bug durch seine  Größe sicher nicht, und um gelegentlich einen Brief zu öffnen oder einen losen Faden zu kappen ist der Stahl mehr als ausreichend. 
Zudem findet der Stahl auch Niederschlag im Preis, das Bug kostet keine 10 Euro. 

Als witziges Schlüsselringmesser ist der 12 Gramm leichte Zwerg jedenfalls zu empfehlen, ein echtes EDC Messer ersetzt es aber nicht. Da reicht die Zwergenklinge nicht, damit eine Semmel aufzuschneiden ist ein Geduldsspiel. 


Freitag, 8. Mai 2009

SOG Twitch XL



Neben den bekannten Herstellern wie Spyderco, Benchmade oder Böker haben sich eine ganze Reihe von Herstellern etabliert die qualitativ hochwertige und relativ preiswerte Messer anbieten. Einer der bekannteren unter den weniger Bekannten ist SOG.

Das Kürzel SOG stand ursprünglich für die Study and Observations Group, eine Elitereinheit der USA im Vietnamkrieg. In Anlehnung an diese Einheit wurde SOG Knives and Tools gegründet. 

SOG stellt neben Klappmessern auch feststehende Messer und Multitools her. In Armeekreisen, aber auch bei Polizeieinheiten und auf dem Zivilmarkt genießen die Produkte einen guten Ruf. Zwar ist SOG nicht so bekannt wie mancher Mitbewerber, aber qualitativ auf Augenhöhe. 

Mein erstes SOG war das Twitch XL. Das Twitch ist ein Assisted Opener, soll heißen wenn man die Klinge mittels Flipper bis zu einem Winkel von ca 30° aus dem Griff bewegt, dann greift eine Feder und erledigt den Rest. Damit ist das Messer kein Automatikmesser wie es in weiten Teilen der Welt verboten ist, sondern ein legales EDC (zumindest noch).
Das Twitch XL hat eine rund 9cm lange Klinge aus AUS8 Stahl. Der AUS 8 ist ein guter Messerstahl, vernünftig schnitthaltig und sehr scharf zu bekommen. Zwar gibt es bessere Messerstähle, aber der AUS8 ist keine schlechte Wahl. 
Der Griff ist aus hartanodisiertem Aluminium mit Stahllinern. Das Messer verriegelt mittels Backlock und zusätzlicher Schiebesicherung gegen unbeabsichtigtes Öffnen und Schließen. 



Der Clip lässt das Messer unsichtbar tief in der Tasche verschwinden, es ist nur der Clip sichtbar. Damit lässt sich das Twitch XL sehr diskret tragen. 



Der Alugriff greift sich sicher und erweckt Vertrauen. Da passt alles, das Messer ist gebaut wie ein Panzer. Etwas mehr Stuktur wäre nett, aber da die Anodisierung nicht ganz glatt ist und der Flipper im offenen Zustand als Handschutz dient muss das nicht unbedingt sein. Mit rund 80 Euro ist das Messer nicht billig, sein Geld aber wert. 

Fazit: Das Twitch XL ist ein Folder für Freunde langer Klingen und martialischer aber alltagstauglicher Optik. Es gibt den Griff in anderen Farben und das Messer mit Tantoklinge.

 

Donnerstag, 7. Mai 2009

Victorinox Dual Schärfer


(Erste Fassung dieses Reviews gabs auf Odoo.tv)

Ich schreibe hier ja viel zu Messern, und irgendwann wird das beste Messer stumpf. Idealerweise schärft man es bevor es wirklich stumpf ist, die Frage ist nur: Wie? Ich verwende gern den Sypderco Sharpmaker oder auch den Byrd Duckfoot, die sich beide bewährt haben. Auch Banksteine sind mit nicht fremd, und ich verwende sie gerne. Aber unterwegs sind all diese Lösungen nicht ideal, da passt nur ein sehr kleiner und leichter Schärfstahl, oder der Duckfoot bedingt (relativ leicht und geringes Packmaß, aber immerhin...) Nun sah ich den Victorinox Dual Messerschärfer in einem Youtube Video zu irgend einem Messer (habs vergessen, Sorry), und dachte mir: Interessant, so wirklich Mist verkauft Victorinox nicht, versuch ich mal. Gedacht, gekauft - um 7 Euro kam der Schärfer zu mir. Um das Geld kann nicht viel verloren sein. Der Schärfer sieht aus wie ein Kugelschreiber, er hat auch ziemlich genau die Abmessungen eines handelsüblichen Einwegstiftes. Mit 23g ist er sehr leicht, passt daher gut in jedes EDC Setup - zB in die Stifthalterungen in vielen Taschen und Rucksäcken. Der Dual Schärfer hat - Nomen es Omen - 2 Funktionen Zum Einen ist da der V-Schleifer. Er enthält 2 Keramikelemente die im 45° Winkel zu einander stehen. Dünne Klingen wie die der Victorinox oder Wenger Taschenmesser und Tools, aber auch Opinels oder Löwenmesser zieht man da einfach ein paar mal durch. Die Klinge wird ausreichend scharf, Armhaare rasieren geht mit etwas Druck. Nicht zu fest aufdrücken, das ist eher schädlich als hilfreich! Nun sind das alles eher weiche Klingen, und da geht das Schärfen ausreichend schnell. Bei meinen Spyderco oder Fällkniven würde es ewig dauern, und die 45° wären mir da auch zu wenig, da bevorzuge ich 30-35°. Da die weicheren Stähle ohnehin öfter nachgeschärft werden müssen und die Schärfe weniger gut halten sind die 45 Grad aber OK, ein brauchbarer Kompromiss zwischen Schärfe und Schnitthaltigkeit.  



Funktion 2 ist ein Schleifstab. Er verbirgt sich unter der längeren Kappe, und besteht aus Silicium/Carbid. Man stelle sich das so vor: Man nimmt den "Stift" und entfernt beide Kappen. Die lange Kappe nimmt man nun, und steckt sie über den V-Schärfer, wo in geschlossenem Zustand die kurze Kappe mit dem Clip sitzt. Nun hat man den Schärfstab mit längerem Griff, da die Kappe als Griff genutzt werden kann. Mit dem Schleifstab lassen sich - Übung im Freihandschärfen voraus gesetzt - Messer aber auch Werkzeuge wie zB Angelhaken schärfen. Der Stab ist wie ein Wetzstab, aber auch wie eine Feile nutzbar. Er ist ausreichend fein um gute Ergebnisse zu erzielen, aber grob genug um gut Material abzutragen.

Klar, er ersetzt keinen Sharpmaker, aber für unterwegs leistet er gute Dienste. Leider halten die Kappen nicht grade gut, es kommt vor dass in der Tasche eine Kappe abgeht. Schade, aber ok. Bei mir steckt er in einer Stifttasche, da kann er auch ohne die Sicherung durch den Clip (an der Kappe) nicht verloren gehen. Aber es ginge besser. Fazit: Um 7 Euro liefert Victorinox einen Schärfer der durchaus taugt. Er ersetzt keine Steine oder gute Schärfsysteme. Aber als Behelf auf Reisen oder unterwegs taugt er jedenfalls, und das berühmte Ferienhaus-Kochmesser bekäme man auch scharf (wobei ich auf Urlaubsreisen mit Basis Ferienhaus sicher den Sharpmaker oder Duckfoot mitnehmen würde). Als schneller Schärfer für Ungeübte die mal eben Opinel oder Schweizermesser schärfen wollen ist er empfehlenswert, um den Preis geradezu geschenkt!

Leatherman Skeletool



Meist reicht im Alltag ein Messer völlig aus, manchmal braucht man einen ganzen Werkzeugkasten. Und dazwischen liegt der Bereich der Multitools. Nun ist es oft so, dass ein Tool groß, schwer und klobig ist, weshalb es zu Hause bleibt wenn man ohne Tasche oder in leichter Kleidung unterwegs ist. Um das zu verhindern gibt es das Genre der "basic tools", also der auf die wesentlichsten Funktionen beschränkten Multitools. Da auch ich nicht immer mein Swiss Tool Spirit mitschleppen möchte habe ich mir Vertreter dieser Gattung ausgesucht, heute: Das Leatherman Skeletool.

Das Skeletool beschränkt sich, seinem Anspruch nach, auf die wesentlichsten Funktionen. Dem entsprechend ist der Funktionsumfang wesentlich geringer als der von Full-Size Tools, und umfasst beim Skeletool

Klinge
Zange mit Draht- und Hartdrahtschneider
Bithalter mit 2 Doppelbits
Flaschenöffner
Karabiner

Das wars. Nicht sehr umfangreich, aber immerhin, die Grundfunktionen die man am häufigsten benötigt sind vorhanden. Neben dem Skeletool gibt es noch eine CX Variante des Tools, die mit 154CM Klingenstahl und Kohlefaserteilen am Griff lockt. Mehr Tools hat auch das CX nicht. 

Die Zange ist ganz OK. Zwar ist sie dünn und nicht grade kräftig gebaut, aber sie reicht für leichte bis mittlere Arbeiten aus. Für echte Aufgaben würde ich jedenfalls die Zange des Swiss Tool Spirit vorziehen, aber für Alltagsaufgaben ist die Zange des Skeletool meist ausreichend. Wenn ich umziehe (oder beim Umzug helfe) weiß ich das vorher, und nehme anderes Werkzeug mit. Drahtschneider funktioniert, Hartdrahtschneider bedingt. Bei echt hartem Draht würde ich dem Zängchen nicht vertrauen. 



Das Skeletool sieht ja spacig aus, aber bequem ist was anderes. Greift man die Zange bohrt sich entweder der Bit in den Handballen, oder man hat den unbequemen Flaschenöffner in der Hand. In beiden Fällen: Unbequem und wenig Vertrauen erweckend. 





Die Klinge besteht aus 420HC Stahl und ist glatt. Warum die Version mit 154CM Klinge über Teilwellenschliff verfügt, obwohl der 154CM schnitthaltiger und damit besser für die glatte Klinge geeignet ist weiß wohl nur die Leatherman Entwicklungsabteilung. Andersrum wäre es sinnvoller, aber sei es drum. Die Klinge verriegelt mittels Linerlock recht sicher und fast spielfrei. Der Stahl ist wenig schnitthaltig, aber einfach schärfbar und wird gut scharf. Ohne echtes Taschenmesser würde ich wohl am 420HC verzweifeln, aber als "Backup" Klinge ist er OK. Würde ich NUR das Tool und kein Messer dazu tragen, dann wäre der 154CM sicher eine Überlegung wert, so lohnt der doch nennenswerte Mehrpreis nicht. Einhändig bedienbar ist die Klinge jedenfalls, aber ausgelegt für Rechtshänder. Als Linkshänder der Übung mit Einhandmessern hat komme ich dennoch gut damit zurecht. 



Die Bits sind Leatherman Eigenproduktionen, soll heissen: Kein Standard! Verliert man einen Bit, dann ich Ersatz nicht an jeder Ecke zu bekommen. Wenigstens bietet Leatherman preislich nicht grade günstige Bitsätze an - so kann man das Skeletool nach eigenem Bedarf bestücken, oder mit dem Bitsatz den Funktionsumfang deutlich erhöhen. Die Flachbits sind bei Schlitzschrauben OK, bei Kreuzschlitz nicht optimal. Da merkt man die Einschränkungen der flachen Bits schnell. Serienmäßig sind 1 Doppelflachbit und ein Doppelkreuzbit im Lieferumfang. 





Der Flaschenöffner ist im Karabiner integriert. Er funktioniert, aber was sollte da auch nicht klappen. 



Zur Qualität: Mittlerweile ist mein Skeletool OK, neu aus der Verpackung war es das nicht. Die Klinge schlecht geschliffen, das Tool gratig und irgendwie verklebt. Peinlich, angesichts 80 Euro UVP. Ich habe allerdings nur die Hälfte bezahlt, die UVP ist bei Leatherman im deutschsprachigen Raum ein Witz. In den USA kosten die Tools meist weniger als die Hälfte. 

Das Skeletool ist nicht kleiner als andere Tools, es kommt von der Größe her an das Spirit heran. Das liegt am Karabiner, der zwar eine zusäzliche Tragemöglichkeit bietet, aber Platz einnimmt. Dafür ist es mit rund 140 Gramm recht leicht. Dank Clip lässt es sich dennoch recht gut tragen, und kommt daher eher mit als ein Heavy-Duty Tool. Leatherman selber führt es als Full-Size. Dem wird aber weder die kurze Klinge noch die dünne Zange gerecht. Irgendwie nicht Fisch, nicht Fleisch. 

Fazit: Das Skeletool erweckt bei mir gemischte Gefühle. Ich mag die Optik, und finde ab und an die Zange ganz hilfreich, mein Hauptgrund ein Tool zu tragen. Aber das Konzept hat Fehler. So wird der Platz nicht ausgenutzt, das Tool ist unnötig groß. Der Griff ist unbequem und die Klinge nur Mittelmaß. 

Anfang 2009 hat Leatherman in den USA ein neues Tool vorgestellt, wo einige der Fehler behoben scheinen. Am Freestyle fehlt der seltsame Karabiner (und damit der Flaschenöffner) sowie der Bithalter. Das Tool ist damit leichter und kleiner, verliert aber viel an Nutzwert. 
Für das Gebotene ist mir das Skeletool zu teuer, vor allem an der UVP gemessen. Zum Angebotspreis oder US Preis ist es ein brauchbares Leichttool für EDC Gelegenheitsnutzer. Ein echtes Arbeitstier ist es nicht, dafür verwende ich weiterhin das Vic Spirit. 

Mittwoch, 6. Mai 2009

Imco Feuerzeuge





Jeder kennt die Zippo Benzinfeuerzeuge. Klassische nachfüllbare und robuste Begleiter, die man dank austauschbaren Dochten, Feuersteinen und Wattefüllungen selber leicht warten kann, und die widrigen Bedingungen trotzen. 
Leider verdampft das Benzin in den Zippo leicht und schnell, wodurch man als Nichtraucher, der nicht unbedingt gleich bemerkt wenn das Benzin zur Neige geht weil man das Feuerzeug selten benutzt, im unpassendsten Moment feststellt: Verdammt! LEER!

Da ist es gut zu wissen dass es Alternativen zum Zippo gibt, die oft ebenso robust und einfach zu warten sind, aber das Benzin besser und länger halten. Eines dieser Feuerzeuge ist das Imco Triplex. Imco ist ein österreichischer Hersteller, der schon seit dem ersten Weltkrieg Feuerzeuge herstellt. Zunächst nur Benzinfeuerzeuge, seit den 30er Jahren in der fast unverändert selben Form, dann auch Gasfeuerzeuge mit ebenso gutem Ruf. 

Die Imco sind preiswert, keine 3 Euro pro Stück, robust, nehmen Zippo Teile die man an jeder Ecke bekommt und sind durch die einfache aber clevere Konstruktion noch pflegeleichter als die Zippo. 
Der Tank des Imco hält das Benzin wesentlich länger als der des Zippo, und ist zudem als Kerze verwendbar.

In Summe sind die Imco in all ihren Varianten empfehlenswerte Benzinfeuerzeuge für Freunde einfachen aber klassischen Designs. 

Montag, 4. Mai 2009

Wozu das Ganze?

Nachdem nun ein paar meiner Userreviews zu lesen sind wird es Zeit für die Frage: Wozu das Ganze?

Ich merke immer wieder dass kaum jemand sich Gedanken darüber macht was man so mit sich herum schleppt. Jeden Tag tragen wir eine Menge Gegenstände mit uns, und doch ist der Großteil davon schlicht und ergreifend Mist. Da werden beim Diskounter in der Grabbelkiste Messer gekauft die den Namen nicht verdienen, und weil sie nicht halten kauft man sie 3 mal im Jahr neu. Kosten ja nur 3 Euro...
Dass man um 12 Euro schon gute Schweizermesser bekommt, die lange halten und funktionieren, dass wird übersehen.
Das selbe Spiel mit Taschenlampen, Multitools, Feuerzeugen oder Taschen - es ist billig, es kommt mit. Und es wird immer wieder gekauft, weil es nichts aushält. Ich sage damit nicht, dass gute Ware immer teuer sein muss, absolut nicht. Und ich werde mich explizit bemühen hier auch preiswerte, hochwertige Ware vorzustellen. Was ich aber sage ist, dass billig oft sehr teuer werden kann, und zwar dann wenn man doppelt und dreifach kaufen muss. 

Ich hoffe ein paar Leser zu erreichen die dem Gedanken sich mit ihrem EDC zu beschäftigen und es zu optimieren etwas abgewinnen können. Eventuell kann ich einigen Kaufinteressierten mit meinen Eindrücken etwas helfen die passende Entscheidung zu treffen. Nur darum geht es in diesem Blog.

Victorinox Cadet




Es gibt sie noch, die echten Klassiker. Dazu zählen sicher die Multifunktionsmesser aus dem Hause Victorinox. Das klassische rote Offiziersmesser ist weit verbreitet und sehr bekannt. 

Weniger bekannt, aber ebenso gut, sind die Alox Versionen der Messer. Diese haben Griffschalen aus Aluminium an Stelle der Kunststoffschalen. Das macht sie nicht nur optisch schöner, sondern dank der Struktur auf den Aluschalen auch griffiger. Leider fehlen bei den Aluversionen Pinzette und  Zahnstocher.

Mein Favorit unter den Aloxmodellen ist das Cadet, eine mit nur 2 Lagen sehr schlanke Version des Messers. Es verfügt über eine Klinge, einen Dosenöffner mit kleinem Schraubendreher, einen Flaschenöffner mit breiterem Schraubendreher und Drahtbieger sowie über eine Nagelreiniger/Nagelfeile Kombination. Die Werkzeuge verriegeln nicht, sind aber wie von Victorinox gewohnt sehr funktionell. Das Messer erschreckt zudem niemanden, was in Zeiten der Messer-Massenphobie nicht zu unterschätzen ist. 


Fazit: Das Cadet ist ein absolut alltagstaugliches Messer, ob im Anzug, in der Handtasche oder in der Arbeitshose, es leistet gute Dienste. Bei einem Preis von nicht einmal 15 Euro kann man nur raten: Zuschlagen!

Zebra F-301






Stifte gibt es wie Sand am Meer. Die meisten schreiben auch mehr oder weniger gut. Ok, so manche recht teure Marke neigt zum kleckern, aber die Grundfunktion ist gewährleistet, und jeder Stift ist besser als KEIN Stift. 

Trotzdem, wesentlich angenehmer ist es mit guten Stiften zu schreiben. Das muss nicht unbedingt ein sehr teurer Edelfüller oder Superkugelschreiber sein, der Markt bietet einiges an preiswerten und dennoch hochwertigen Werkzeugen. Einige davon werde ich hier vorstellen, und den Anfang macht mein Favorit. Die Serie F-301 des japanischen Herstellers Zebra. Die Firma stellt seit 1914 unter diesem Namen Schreibwaren her. 

F-301 ist eine Produktfamilie aus dem Hause Zebra, sie umfasst Kugelschreiber, Gelschreiber, mechanische Bleistifte und verkürzte Miniversionen. Allen gemeinsam ist der Edelstahlkorpus und der sehr griffige Kunststoffbereich am vorderen Stiftende. Diese Kombination macht die Stifte optisch edel, sehr langlebig und robust. Zudem lassen sie sich sehr angenehm greifen und lassen die Hand weniger schnell ermüden. 




Leider ist die Marke, die in Japan sowie in den USA und Europa zu den größten Herstellern zählt, hierzulande relativ unbekannt. In Großbritannien gibt es mittlerweile ein Vertriebsnetz und der Aufbau eines EU Händlernetzes wird forciert, derzeit ist man aber noch auf Internetbestellung oder Direktimport bei der Urlaubsreise angewiesen. In den USA findet man die Stifte fast überall. Sie sind dort auch sehr preiswert, ein Kugelschreiber kostet einzeln etwa USD 1,70.-, im Multipack weniger. Beim Kauf in Großbritannien fallen schon fast 3 Pfund pro Stift an, leider. 

Trotzdem, auch für 3 Pfund ist der F-301 ein guter Deal, ich mag sowohl den Gelschreiber als auch den Kuli sehr. Beide schreiben weich und flüssig, und ergeben ein sehr schönes Schriftbild. Der Kugelschreiber hat zudem eine Großraummine, die langes Schreiben ermöglicht. Nachfüllminen sind erhältlich.

Fazit: Die F-301 gehören zu meinen Lieblingsstiften. Sie sind preiswert, haltbar und schreiben angenehm. Was will man mehr?

Sonntag, 3. Mai 2009

Fenix E01




Bei Messern und Tools scheiden sich ja oft die Geister ob man das im Alltag braucht (und ich sage: JA!), aber ein kleines Gimmick wird fast immer und überall als praktisch anerkannt: Eine Taschenlampe.

Die Möglichkeiten sind in LED Zeiten fast unbegrenzt, da gibt es Lampen mit 1001 Modi, Flakscheinwerfer die nur 10 min Licht geben oder relativ schwache Lampen die ewig zu leuchten scheinen. Und es gibt Kompromisse aus Leuchtstärke und Laufzeit die man nach den eigenen Bedürfnissen aussuchen sollte. 
Für mich fast ideal erwies sich die E01 vom chinesischen Hersteller Fenix. Allen Vorurteilen gegen chinesische Produkte zum Trotz beweisen chinesische Taschenlampenhersteller immer wieder dass sie aus neuer Technik sehr schnell marktreife, hochwertige Produkte machen können, die dann aber auch westliche Preise hat. Fenix ist unter diesen Qualitätsherstellern einer der Besten.
Die E01 nimmt einen Sonderstatus im Fenix Produktportfolio ein. Anders als die meisten anderen Lampen des Herstellers verfügt sie über nur einen Leuchtmodus und der ist nicht sonderlich hell. Die E01 setzt auf lange Laufzeit bei gerade so viel Licht dass es in den meisten Situtationen reicht. Oder anders: Die E01 ist die Lampe um den Weg zu beleuchten, im Auto nach runtergefallenem Kram zu suchen oder auch das Schlüsselloch zu finden - sie ist KEIN Suchscheinwerfer, weiter als 5-8m reicht das nutzbare Licht nicht wirklich. Für den nächtlichen Weg zum Auto völlig OK und blendet auch bei nachtadaptierten Augen nicht, aber eben nichts für Nachsuche oder Hunde-Runde. Egal, dafür hab ich andere Lampen, die E01 hängt am Schlüssel. 
Da macht sie sich auch sehr gut. Ja, die nette, bunte, Anodisierung ist wenig haltbar am Schlüsselbund, da zerkratzt sie schnell. Und die AAA Zelle ist kein Kapazitätswunder. Aber dank minimalem Verbrauch reicht die Zelle lange, selbst ich als regelmäßiger Nutzer verbrauche nur 2-3 Markenzellen pro Jahr. Für eine Schlüsselbundlampe sind AAA ok, finde ich. Ansonsten hat die E01 nur Vorteile. Sie ist sehr robust, geregelt, wasserdicht und preiswert. Mit gerade mal 15 Euro ist sie gemessen an Leistung sehr günstig. In Summe ist die E01 empfehlenswert für alle die immer wieder mal eine Lampe für Kleinigkeiten brauchen.